.

Notinseln Neu-Isenburg

 

27 Geschäfte und Einrichtungen aus dem gesamten Stadtgebiet Neu-Isenburg signalisieren seit Januar 2011 mit dem Aufkleber „Notinsel“ am Schaufenster oder der Eingangstür, dass Kinder dort Hilfe und Verständnis finden. Das Projekt Notinsel wurde 2002 von der „Hänsel und Gretel“-Stiftung initiiert und ist ein bundesweites Kooperationskonzept für Städte und Gemeinden, das Kinder vor Gewalt und Gefahren schützen soll.


Die teilnehmenden „Notinseln“ sind mit einem Aufkleber gekennzeichnet und signalisieren den Kindern "Wo wir sind, bist du sicher" – so der Slogan des Projektes. Die Notinseln sind Anlauf- und Ansprechpunkte an die Kinder in Not sich wenden können.  Wenn sie sich bedroht fühlen oder Hilfe suchen – aber auch die kleineren Wehwehchen werden hier ernst genommen. Hier erhalten sie kompetente oder auch alltägliche Hilfe.

Die Notinseln richten sich in der  Regel an  Kinder bis zum achten Schuljahr. Informationsmaterial für Lehrerinnen und Lehrer steht zur Verfügung, damit das richtige Verhalten in Gefahrensituationen zum Beispiel auch in Rollenspielen gelernt werden kann und die Kinder dafür sensibilisiert werden. Außerdem ist geplant, alle bestehenden Notinseln in Neu-Isenburg auf der Homepage der Stadt zu veröffentlichen. Die Eltern haben dann die Möglichkeit, zusammen mit ihren Kindern die Notinseln, die sich auf dem jeweiligen Schul- und Freizeitwegen befinden, ausfindig zu machen.



Den Unternehmen entstehen keine Kosten für die Beteiligung an dem Projekt. Diese werden von der Stadt Neu-Isenburg getragen. Im ersten Jahr entstanden Gesamt-Kosten von rund 3.000 Euro, in den Folgejahren werden die Kosten für das Infomaterial und die Aufkleber rund 1.000 Euro jährlich geschätzt.

Für das Projekt können sich alle Geschäfte mit Publikumsverkehr bewerben. Voraussetzung ist ein ebenerdiger Ladenraum und gute Erreichbarkeit für die Kinder von der Straße aus. Geschäfte, bei denen Kinder klingeln oder nach der Tür suchen müssen, kommen nicht in Frage. Ebenso Geschäfte, die eingeschränkte Öffnungszeiten haben sind nicht geeignet. Im Ladenraum soll das Hilfe suchende Kind am besten unmittelbar einen Ansprechpartner antreffen.


Die teilnehmenden Geschäfte unterschreiben eine Selbstverpflichtung, mit der sie sich bereit erklären, einem Kind in einer Notsituation zu helfen. Die Mitarbeiter erhalten eine Handlungsanweisung, die genau beschreibt, was im Notfall zu tun ist und wen sie vor Ort anrufen können.
Interessenten  können sich bei der Stabsstelle Prävention, Christoph Rettig, Telefonnummer 06102-241-667 melden. 

www.notinsel.de

 

Stichwortsuche