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Pressemitteilungen
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Isenburger hilft in Haiti
HuHa-Techniker Ralph Schrod berichtet von Arbeit in Katastrophenregion
In seinem Beruf als Techniker der Isenburger Hugenottenhalle hat Ralph Schrod mitunter das eine oder andere Problem zu lösen. Als Feuerwehrmann der Isenburger Wehr hat der gelernte Elektriker schon größere Aufgaben zu meistern. Doch verglichen mit dem, was der 46-Jährige nun leisten musste, wirken alle anderen Aufgaben verschwindend klein: Vom 14. bis zum 18. Januar war Schrod im Katastrophengebiet von Haiti, genauer gesagt in der Hauptstadt Port au Prince, im Einsatz. Dorthin kam er als Mitglied der Hilfsorganisation @fire, bei der Schrod seit nunmehr zwei Jahren Mitglied ist.
Beim Verein @fire – Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e.V. – hatte Ralph Schrod im Vorfeld Grundlehrgänge für Auslandseinsätze in den Bereichen Brandbekämpfung „Wildland Firefighting“ sowie Suche und Rettung Verwundeter „Urban Search and Rescue“ (USAR) absolviert. Die Ausbildung erfolgte nach internationalen Standards.
Das gemeinsame Rettungsteam von @fire, MHW (Medizinisches Katastrophenhilfswerk Deutschland) und dem DRV (Deutschen Rettungshunde Verein e.V.) war mit insgesamt 22 Mann, fünf Hunden und mehr als zweieinhalb Tonnen Ausrüstung von Berlin aus in die Dominikanische Republik geflogen. Mit Bussen und Lastwagen gelangten Team und Material in die Grenzstadt Jimani und danach im Konvoi ins Katastrophengebiet.
„Unsere Aufgabe bestand darin, Menschen lebend aus den Trümmern zu retten“, erläutert der Isenburger Helfer. Hierfür seien neben den Suchhunden auch so genannte Bio-Radar-Geräte und Spezialkameras zum Einsatz gekommen, die mithilfe einer Endoskop-Optik auch in Mauerspalten oder in Lücken im Schutt blicken können. Von der UN bekam die Truppe zur so genannten Abklärung ein Areal etwa so groß wie Neu-Isenburgs Buchenbusch zugeteilt. „Doch leider konnten wir niemanden mehr lebendig retten“, lautet Schrods bitteres Resümee. Dennoch kann er als aktiver Helfer stolz auf sein Engagement sein. „Unser Einsatz war ein kleines Rädchen in einem großen Getriebe“, sagt der Isenburger.
Die Bilder von Not, Elend und Zerstörung wird Schrod so schnell nicht vergessen. Doch durch seine Ausbildung habe er gelernt, solche Bilder nicht zur persönlichen Belastung werden zu lassen. Albträume habe er nicht. Vielmehr erinnert er sich gerne an die Menschen dort, die sich über jede Hilfe – von wem sie auch kam – gefreut haben. „Für die Menschen war es wichtig zu sehen, dass ihnen überhaupt jemand hilft und dass die Welt sie nicht im Stich lässt. Es ist dramatisch: die Leute in Haiti hatten vor dem katastrophalen Erdbeben schon nicht viel, doch dieses Wenige wurde ihnen in kürzester Zeit auch noch genommen“, sagt Schrod.


