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03.02.10

Umzug, Linsensupp' und gute Laune

 

Stadt dankt Kraftfahrern für ihre Geduld

Am Montag, 15. Februar, findet mit dem traditionellen Lumpenmontagsumzug das turbulente Faschingstreiben in Neu-Isenburg seinen Höhepunkt. Ab 14 Uhr schlängelt sich der närrische Lindwurm entlang der seit Jahren bekannten Zugstrecke über die Frankfurter Straße, Schulgasse, Lessingstraße, Waldstraße, Bahnhofstraße, Beethovenstraße, Stoltzestraße bis zur Hugenottenallee, wo er sich dann im Bereich der Friedrichstraße langsam und allmählich auflösen wird.

Die für die Aufstellung der Zugteilnehmer und die Durchführung des Lumpenmontagsumzuges notwendigen Straßensperren werden ab etwa 12 Uhr eingerichtet. Der Innenstadtbereich und insbesondere die Frankfurter Straße können dann nicht mehr mit dem Auto erreicht werden. Für die Zugstrecke gilt ab 12 Uhr absolutes Haltverbot.

Von der Sperrung der Straßen betroffen sind auch die regionalen und überregionalen Buslinien des öffentlichen Personennahverkehrs. Hier kann in der Zeit von circa 12.30 bis 16 Uhr eine Vielzahl von Haltestellen nicht angefahren werden. Die Stadtwerke Neu-Isenburg teilt in diesem Zusammenhang mit, dass der Betrieb der Linie AST 52 während dieser Zeit vollständig eingestellt wird.

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die aufgestellten Straßensperren zum Wohl und zur Sicherheit aller Besucher zu beachten. Die Sperrungen werden jeweils aufgehoben, sobald es durch den Zugverlauf möglich ist. Die Stadt bedankt sich bei allen fürs Verständnis.

Traditioneller Linsensuppen-Anstich

Die „Haaner“ haben ihre Kerb und den Bieranstich, die „Iseborjer“ ihren Lumpenmontag und den Linsensuppenanstich. Doch in diesem Jahr schwimmt in der Linsensupp' ein Wermutstropfen: Da die Firma Wirth in Neu-Isenburg nicht mehr existiert, kann der Eintopf nicht mehr in deren Wurstküche zubereitet werden. „Die Krise ist eben auch bei unserer Linsensuppe angekommen“, bedauert Jürgen Janovsky vom Förderverein zur Brauchtumspflege des Isenburger Karnevals.

Die Tradition konnte zwar gerettet werden, jedoch mit großem finanziellem Aufwand. So mussten zwei Suppenkessel für teures Geld repariert und ein mobiler Kessel mit noch größerem Aufwand angeschafft werden. Die Qualität der Linsensuppe werde freilich nicht leiden, unterstreicht Janovsky, aber die gewohnte Menge könne nicht hergestellt werden. Daher werde es nicht mehr möglich sein, alle Mengenwünsche zu erfüllen. Der Lumpenmontagsausschuss ruft daher alle Freunde der Fastnacht auf „kauft die jährliche Zugplakette“. Nur mit diesem Beitrag aller Linsesuppenfans und Zugbesucher könne eine lange Tradition erfolgreich aufrechterhalten werden.

Die Plaketten gibt es zum Preis von 1,50 Euro bei allen Karneval treibenden Vereinen, den Isenburger Banken, dem Bürgeramt sowie bei Schreibwaren Baumann in der Bahnhofstraße. Auch in Sachen Ablauf gibt es in diesem Jahr kleine Veränderungen: Der kleine Umzug zum Linsensuppen-Anstich setzt sich bereits um 10.15 Uhr von der Hugenottenhalle aus in Richtung Fußgängerzone Bahnhofstraße in Bewegung. Der Anstich selbst erfolgt schon um 10.31 Uhr anstatt wie gewohnt um 11.11 Uhr.


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