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Pressemitteilungen
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Zentrale Regenwasserversickerungsanlage Stadtwald
Im Frankfurter Stadtwald, hinter dem Bahnhof Neu-Isenburg, nordwestlich des P+R-Parkplatzes, liegt die zentrale Regenwasserversickerungsanla-ge der Stadt Neu-Isenburg. Hierhin gelangt der überwiegende Teil des in den Kanälen gesammelten Regenwassers - und wird durch Versickerung wieder dem Grundwasser zugeführt.
Anders als in vielen Städten wird in der Kernstadt Neu-Isenburg und in Gravenbruch das Schmutz- und Regenwasser getrennt gesammelt. Das Kanalnetz umfasst 184 Kilometer, allein das Regenwasserkanalnetz ist 78,5 Kilometer lang.
Das Regenwasser vom Dach, von Hofflächen und der Straße wird getrennt vom häuslichen und gewerblichen Schmutzwasser in die Sickeranlage geleitet. Die Schmutzwasserkanäle führen direkt in die Kläranlage nach Frankfurt Niederrad.
„Um den Wasserschutzbestimmungen besser gerecht zu werden, wurde die Anlage für rund 6,4 Millionen Euro von Juni 2004 bis Juni 2007 umgebaut und modernisiert,“ berichtet Erster Stadtrat Stefan Schmitt. „Die Versickerungs-Anlage aus Absetzbecken, Sickerbecken und neu errichtetem Störfallbecken genügt den höchsten Anforderungen beim Grundwasserschutz,“ ergänzt Petra Klink, Betriebsleiterin des DLB: Im Normalbetrieb läuft das anfallende Oberflächenwasser zunächst dem Absetzbecken zu, das ebenfalls abgedichtet ist und der Sedimentation von absetzbaren Stoffen dient. Danach fließt das Regenwasser den beiden Sickerbecken zu. Das abgedichtete Störfallbecken kann bei Bedarf kontaminiertes Regenwasser aufnehmen und zwischenspeichern.
Um die Funktionsfähigkeit der Anlage zu gewährleisten wird nach einer fünfjährigen Betriebszeit nun die Sickeranlage erstmals entschlammt.
Dabei wird das abgesetzte Material im Absatzbecken entsorgt. Um die Sickerleistung zu erhalten, wird die Kiesschicht in den Sickerbecken ab-getragen. Im Zuge der derzeitigen Entschlammung wird auch der Scha-den am Damm behoben, der im Juli 2010 zwischen den beiden Sickerbecken aus unvorhersehbarem Grund gebrochen war. Als Ursache wurden Erosionsvorgänge am Dammfuß festgestellt.
Voraussichtlich Ende August 2012 wird diese Baumaßnahme abge-schlossen sein. Bis dahin wird das Regenwasser in das Störfallbecken geleitet. Bei Vollfüllung des Beckens erfolgt die Entlastung über einen neuen Notüberlauf in der Beckenwand in den Stadtwald.
Um den Zufluss von Regenwasser zur Baustelle zu minimieren, wurde außerdem das Sickerbecken Fischer-Lucius stärker als bisher eingesetzt und dass Sickerbecken Jean-Philipp-Anlage (Drachenschlucht) temporär reaktiviert. Außerdem bestand in Abstimmung mit der Kläranlage Frankfurt die Möglichkeit, geringere Wassermengen in den zur Sickeranlage parallel verlaufenden Schmutzwasserkanal einzuleiten.
Die Entleerung der Sickerbecken und des Absetzbeckens erfolgte in Abstimmung mit dem Forst Frankfurt in den umgebenen Stadtwald. Insgesamt waren 69.000 m³ Wasser in einem Zeitraum von ca. 4 Wochen abzupumpen. Erster Stadtrat Stefan Schmitt bedankt sich beim dem Forst ausdrücklich für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei den Arbeiten an der Regenwasserversickerungsanlage.
Bei Fragen steht Steffen Ullbrich vom DLB unter der Telefonnummer 06102 / 781-146 gern zur Verfügung.




