Hella Zellmann wurde am 8. März 1927 in Frankfurt am Main geboren. Als sie vier Jahre alt war, kam ihre Mutter in die Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster. Dort blieb sie von März 1933 bis 7. Februar 1941. Von dort wurde sie in die Tötungsanstalt Hadamar gebracht und wahrscheinlich am selben Tag ermordet.
Ihr Vater Icyk war kein deutscher Bürger und musste Deutschland 1933 verlassen. 1944 ging er nach Paästina.
Hella kam zusammen mit ihrem Bruder Max Zellmann am 31. März 1933 aus Frankfurt am Main ins Heim 'Isenburg'. Max Zellmann ist ebenfalls in diesem Gedenkbuch vermerkt.
Nach dem Novemberpogrom 1938 musste die damals elfjährige Hella die Einrichtung in Neu-Isenburg am 11. November verlassen, weil nationalsozialistische Gewalttäter das Hauptgebäude des Heims, in dem die Schulkinder untergebracht waren, zerstört hatten. Hella wechselte vermutlich in die Israelitische Waisenanstalt, Röderbergweg in Frankfurt am Main, in der auch ihr Bruder lebte.
Am 6. Dezember 1938 flüchteten Max und Hella Zellmann gemeinsam mit anderen Kindern aus dem Waisenhaus und wurde in einem Kindertransport nach Frankreich gebracht. Dort wurden sie von der Kinder-Rettungsorganisation "OEuvre de secours aux enfants (OSE)" im Kinderhaus Le Couret in Saint-Laurent-les-Églises versteckt. 1941 waren sie im Château de Couret, Departement Haute-Vienne in den Pyrenäen versteckt. Am 6. Juni 1944 kamen sie in die Schweiz und von dort gelangten sie nach Spanien. Von dort wurden sie mit Hilfe der Jugendaliyah nach Palästina gerettet.
Hella Zellmann heiratete den Briten David Goldhill. Das Ehepaar lebte in Uganda und hatten keine Kinder. Als Idi Amin Diktator von Uganda wurde, flohen sie Mitte der 1960er Jahre nach Kenia.
Hella starb am 22. Dezember 1974 in Nairobi, Kenia.
Quellen: Stadtarchiv Neu-Isenburg; Auskunft von Volker Mahnkopp, Frankfurt am Main; Ancestry; dank der Tochter von Max Zellmann, Dorit Yaron und Dr. Lothar Tetzner konnte die Biografie vervollständigt werden
Stand: 28.03.2026 (EEP)
| Vorname | Hella |
|---|---|
| Nachname | Zellmann |
| Geburtsdatum | 08.03.1927 |
| Geburtsort/Wohnort | Frankfurt am Main |
| Aufenthalt im Heim „Isenburg“ | In der ersten Liste des Heims vom Sept. 1935 - 11.11.1938 |
| Abgemeldet nach | Frankfurt am Main (vermutlich Israelitisches Waisenanstalt, Röderbergweg 87) |
| Beruf | - |
| Deportation/Flucht | 1939 gerettet in einem Kindertransport nach Frankreich, 1944 kam sie in die Schweiz, von dort im gleichen Jahr nach Spanien, von dort mit der Jugendaliyah nach Palästina |
| Sterbedatum und -ort | - |