Stadt Neu Isenburg

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Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein erhält den Max-Spohr-Preis

Auszeichnung würdigt Engagement für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander

Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein wurde mit dem Max-Spohr-Preis 2026 ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 17. April in Frankfurt statt.  Vor mehr als 200 Gästen wurden Persönlichkeiten, Unternehmen und Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Vielfalt, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander engagieren. Die feierliche Veranstaltung wurde von Kurt Siering, dem Vorstandsvorsitzenden des Berufsverbandes VK e.V. eröffnet. Die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner richtete sich per Videobotschaft an die Anwesenden. Moderiert wurde der Abend von Susanne Sikora, Inclusion Lead der Deutschen Bank. Zu den Laudatorinnen und Laudatoren zählten unter anderem Burkhard Jung, Oberbürgermeister von Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetages, Nancy Faeser, Mitglied des Deutschen Bundestages und ehemalige Bundesministerin des Innern, sowie Sophie Koch, Queerbeauftragte der Bundesregierung.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Rede von Michel Friedman, sein Zitat „Nur aus dem Ausleben des Ichs lebe ich.“ prägte die Veranstaltung und unterstrich die Bedeutung individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung.

Mit dem Max-Spohr-Preis würdigt der Berufsverband VK e.V. (ehemals Völklinger Kreis) seit vielen Jahren herausragendes Engagement für Vielfalt in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die diesjährige Preisverleihung hat eindrucksvoll gezeigt, wie entscheidend gelebte Vielfalt für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Innovation und eine zukunftsfähige Arbeitswelt ist.

In diesem Jahr wurden u.a. drei Kommunalpolitiker geehrt, die mit ihrer Haltung und ihrem Wirken ein starkes Zeichen für gelebte Vielfalt in der politischen Führung setzen. Neben Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein aus Neu-Isenburg wurden Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen und Simon Blümke, Oberbürgermeister von Friedrichshafen geehrt. In der Laudatio wurden alle drei Bürgermeister für Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Vielfalt in der Kommunalpolitik geehrt. Mit ihrer Präsenz und Selbstverständlichkeit inspirieren sie andere, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für unsere Gesellschaft einzusetzen.

Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein bedankte sich für den Preis: „Der Max-Spohr-Preis steht für Haltung, für Mut und für das klare Bekenntnis zu Offenheit, Vielfalt und Respekt. Werte, die gerade in unserer heutigen Zeit wichtiger sind denn je. Ich nehme diesen Preis nicht nur persönlich an, sondern stellvertretend für viele engagierte Menschen in unserer Stadt, in Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft, die sich tagtäglich für ein gutes, respektvolles Miteinander einsetzen. Mein Dank gilt den Initiatorinnen und Initiatoren dieses Preises, aber vor allem all jenen, die Haltung zeigen – auch dann, wenn es unbequem wird. Der Max-Spohr-Preis ist für uns Ansporn, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“

Die Auszeichnung unterstreicht den Anspruch der Stadt, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Menschen respektiert werden und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Maßnahmen und Initiativen vor Ort zielen darauf ab Diskriminierung entgegenzuwirken und Vielfalt im Alltag sichtbar zu machen. Dazu gehören u.a.:

  • 2023 unterzeichnete Neu-Isenburg die „Charta der Vielfalt“. Die Charta der Vielfalt e. V. ist Deutschlands größte Arbeitgebendeninitiative zur Förderung von Vielfalt in der Arbeitswelt. Die Urkunde hängt im Rathausfoyer aus.
  • Die Regenbogenbank, die im Stadtteilzentrum West verortet ist, bietet allen einen Platz und Raum, sich auszutauschen. 2024 gab es hierzu im Rathaus Foyer die Ausstellung „Platz für Vielfalt“.
  • Regelmäßige Filmvorführungen mit dem Iseborjer Kinno, insbesondere zum IDAHOBIT am 17. Mai – International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia
  • Angebote zum Girls‘ und Boys‘ Day, um Berufe ohne Geschlechterklischees kennenzulernen
  • Niedrigschwellige Deutsch-Sprachkurse mit Kinderbetreuung
  • die Schaffung einer Integrationsguide-Stelle
  • die Teilnahme am WIR-Programm der Integrations- und Gesundheitslotsen seit 2022  
  • Regenbogen-Cafés zur Vernetzung von Personen, die von Queerfeindlichkeit betroffen sind  
  • Interreligiöse Dialogförderung durch den Runden Tisch der Religionen

Fachtagung Diversecity - „Vielfalt als Antwort auf die Komplexität der Arbeitswelt“ - 4. September, ab 14:00 Uhr, Hugenottenhalle 

Unternehmensvertretungen aus der Region und Fach-Expertinnen und -Experten diskutieren über das Thema „Vielfalt als Antwort auf die Komplexität der Arbeitswelt“. Im Anschluss ab ca. 17:15 Uhr ist auf der Afterwork-Party im Foyer der Hugenottenhalle Zeit zum networken. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmensleitungen und Führungskräfte, HR- und Personalverantwortliche, Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung, Kommunalpolitik und Verwaltung, die queere Community, Netzwerke, Initiativen und Interessierte aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Interessenten können sich an wirtschaftstadt-neu-isenburgde , Telefon 06102-241203, wenden. Hier geht es direkt zur Anmeldung

Die Tagung wird vom Berufsverband VK e. V, den Wirtschaftsweibern e. V. in Kooperation mit der Stadt Neu-Isenburg (Mitunterzeichnerin der Charta der Vielfalt e.V.) veranstaltet.

Gruppenfoto Preisverleihung
Gruppenfoto der Preisträgerinnen und Preisträger Max-Spohr-Preis
Dankesrede Bürgermeister
Dankesrede von Bürgermeister Gene Hagelstein anlässlich der Auszeichnung mit dem Max-Spohr-Preis

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Max-Spohr-Preises 2026

Jurypreise:

Großunternehmen: Hays AG
Kommunen: Stadt Bielefeld / Stadtverwaltung Bielefeld
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU): Allround-Team GmbH
Institution des öffentlichen Dienstes (Bund): Bundeskriminalamt (entgegengenommen durch den Präsidenten des BKA, Holger Münch)
Sonderpreise des Vorstands:

Sonderpreis Haltung: Michel Friedman
Kommunalpolitik:
Simon Blümcke, Oberbürgermeister von Friedrichshafen
Dirk Gene Hagelstein, Bürgermeister von Neu-Isenburg
Thomas Kufen, Oberbürgermeister von Essen
Weitere Sonderpreise:

OutInChurch e.V.
Welcome Out
Sebastian Krug
HPSTD-Ambulanz am Universitätsklinikum Essen
Internationaler Preis:

Ukrainian LGBT+ Military
Über den Max-Spohr-Preis

Der Max-Spohr-Preis wird vom Berufsverband VK e.V. vergeben und erinnert an den Verleger Max Spohr, der sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts für die Rechte homosexueller Menschen einsetzte. Der Preis zeichnet Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich in besonderer Weise für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Vielfalt engagieren.

Über den Berufsverband VK e.V.

Der Berufsverband VK e.V. wurde 1991 gegründet und ist ein bundesweit tätiges Netzwerk von rund 700 queeren Berufstätigen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur. Der VK steht für Vielfalt, Solidarität und Sichtbarkeit im Berufsleben. Er bietet seinen Mitgliedern Räume für Austausch, Vernetzung und persönliche Entwicklung und setzt sich für diskriminierungsfreie, vielfältige und zukunftsorientierte Berufswelten ein.

 

 

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