Stadt Neu Isenburg

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Das Leise im Lauten finden - Jo van Nelsen

Mittwoch, 29.04.2026, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek, Hauptstelle I Frankfurter Straße 152

Am Mittwoch, 29. April 2026, findet ab 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Neu-Isenburg eine besondere Würdigung der bekannten Autorin Marie-Luise Kaschnitz im Rahmen der diesjährigen Ausgabe von „Frankfurt liest ein Buch“ statt.

Umgeben von Baustellen legte Marie Luise Kaschnitz über viele Jahre ihre Gedanken nieder, die sie als weitsichtige Warnerin, aber auch als neugierigen Menschen zeigen. 

Jo van Nelsen präsentiert am 29. April 2026 eine Auswahl der im lauten Umfeld entstandenen leisen Texte mit begleitenden Toncollagen.

Nicht nur gesellschaftlich, sondern auch städtebaulich zeichneten sich Ende der 60er Jahre besonders in Frankfurt große Veränderungen ab: Das Alte sollte dem Neuen radikal weichen, Gründerzeitbauten durch Hochhäuser gewinnbringend ersetzt werden. Das Zentrum der hiesigen Neubebauung lag im Westend, in dem Marie Luise Kaschnitz seit 1941 lebte. 

Ihre Tagebuchaufzeichnungen der Jahre 1966-67 sind feinsinnige Überlegungen, Erinnerungen und Beobachtungen, die die im klassischen Bildungskanon verwurzelte Autorin als weitsichtige Warnerin, aber auch als neugierigen und aufgeschlossenen Menschen zeigen. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stadtbibliothek Neu-Isenburg mit der Buchhandlung buch78.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Tickets gibt es für 15,- € (ermäßigt 12,- €) bei buch78 und in der Stadtbibliothek Neu-Isenburg.

Die Autorin

Marie Luise Kaschnitz, geboren 1901 im badischen Karlsruhe, machte nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin in Weimar, bereiste mit ihrem Ehemann, einem Archäologen, viele Länder Europas und lebte von 1941 bis zu ihrem Tod 1974 vornehmlich in Frankfurt. 1933 erschien ihr erstes Buch, Liebe beginnt, ein Roman, ihre bekanntesten Werke sind Beschreibung eines Dorfes, Tage, Tage, Jahre und Orte. Das Gesamtwerk der mit Ingeborg Bachmann eng befreundeten Autorin ist in Siegfried Unselds Insel Verlag versammelt. Marie Luise Kaschnitz wurde mit der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt und der Ehrendoktorwürde der Goethe-Universität sowie dem bedeutendsten deutschen Literaturpreis, dem Georg-Büchner-Preis, ausgezeichnet.

Der Künstler

Jo van Nelsen, geboren 1968 in Bad Homburg, wird gerne in der Presse als „Kulturallrounder“ bezeichnet. Begonnen hat er als Chansonnier und brachte bislang 25 Soloprogramme auf die Bühne und 26 verschiedene Tonträger in die Läden (u. a. 1989 den Top-Ten-Hit „Der Erdbeermund“). Er arbeitetet als Schauspieler und Moderator in Theater und Varieté, im Rundfunk und im Fernsehen. Er erhielt u.a. den Ralph-Benatzky-Chansonpreis, den Wilhelmshavender Knurrhahn, die St. Ingberter Pfanne, den Thüringer Kleinkunstpreis und 2021 den Hessischen Mundartpreis SPIRWES (Künstlerpreis). Seit 2001 arbeitet er vermehrt als Regisseur im Bereich Theater und Kleinkunst. Als Autor hat Jo van Nelsen ein Standardwerk zur Geschichte des deutschen Kabarettchansons bei dtv veröffentlicht, 2006 wurde sein erstes Theaterstück in Stuttgart uraufgeführt. Seit 2009 arbeitet er zudem als Systemischer Coach. Er lebt in Frankfurt am Main.

Das Buch

Das in der Edition W erschienene Buch „Gott und die Welt – Aufzeichnungen aus der Wiesenau“ ist eine Komposition der Frankfurt-Texte aus „Tage, Tage, Jahre“, angereichert mit Funden aus anderen Werken von Marie Luise Kaschnitz, herausgegeben von Rainer Weiss, der zwei Jahrzehnte im Suhrkamp und Insel Verlag gearbeitet hat, zuletzt als Programmgeschäftsführer.

Plakat Frankfurt liest ein Buch mit Jo van Nelsen am 29.04.2026
Plakat Frankfurt liest ein Buch mit Jo van Nelsen am 29.04.2026 mit einem Bild von Marie Luise Kaschnitz oben rechts und Jo van Nelsen unten links

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