Am 1. September startet mit dem ADFC-Fahrradklima-Test wieder die größte Befragung von Radfahrerinnen und Radfahrern in Deutschland. Zum zwölften Mal ruft der ADFC dazu auf, die Radfahrbedingungen der eigenen Stadt zu bewerten. Erstmals wird dabei die Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf das Radfahren in den Vordergrund gerückt.
Bis zum 30. November 2026 können Menschen in ganz Deutschland an der Befragung teilnehmen. Wie viel wird vor Ort fürs Radfahren getan? Was hat sich in den letzten Jahren verbessert? Sind die Radwege in einem guten Zustand? Kurz: Macht Radfahren Spaß oder bedeutet es Stress. Am letzten ADFC-Fahrradklima-Test haben deutschlandweit circa 213.000 Menschen teilgenommen. Hier kann man sich für die Teilnahme an der Umfrage vormerken lassen ADFC-Fahrradklima-Test - (FKT) .
Die Befragung wird vom Bundesministerium für Verkehr aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans gefördert.
Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2027 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.
Bei der letzten Umfrage zum Fahrradklima 2024 haben sich deutschlandweit knapp 213.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Ermittelt wurde die subjektiv wahrgenommene Fahrradfreundlichkeit von 1.047 deutschen Städten und Gemeinden. Die Durchschnittsnote lag bei 3,92. In der Gesamtrangliste der Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern belegte Neu-Isenburg mit der Note 3,8 deutschlandweit immerhin den Platz 139 von 429 Orten. Insgesamt wurden in Neu-Isenburg jedoch auch nur 136 Bewertungen abgegeben.
Gute Noten bekam Neu-Isenburg bei der Umfrage 2024 beispielsweise für die für Radfahrende geöffneten Einbahnstraßen, der Fahrradförderung und der Fahrradmitnahme im Öffentlichen Verkehr. Kritisiert wurden die Möglichkeit zum Fahrradverleih, die Anzahl der Fahrraddiebstähle und der Winterdienst auf Radwegen.
Weitere Informationen zum letzten Klimatest sind auf Fahrradklima-Test_2024 (Öffnet in einem neuen Tab) zu finden.
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und Yvonne Lammersdorf, Stadträtin und Beauftragte für Nahmobilität/Radverkehr: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel für den Radverkehr bewegt. Jetzt möchten wir wissen, wie diese Maßnahmen bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen.“
Umgesetzt und evaluiert wurden beispielsweise die Fahrradstraßen in der Luisen- und Ludwigstraße, Tempo 30 in der Frankfurter Straße sowie die Radverbindungen nach Offenbach und Dreieich entlang der L3313. Der Radweg von Heusenstamm nach Neu-Isenburg befindet sich aktuell im Bau. Einiges ist noch in Planung, wie die Radschnellwege Frankfurt-Darmstadt (FRM1) und Seligenstadt – Flughafen (FRM9) und weitere Radwege an Bundes- und Landesstraßen. Außerdem wurden kleinere Maßnahmen realisiert, wie z.B. die Einrichtung von drei Dauerzählstellen oder auf Antrag des Jugendforums vor der Hugenottenhalle eine Rad-Reparaturstation aufgebaut und mobiler Fahrradständer, die bei Veranstaltungen zusätzlich aufgestellt werden können, angeschafft.
Franz Drews, Vorsitzender des ADFC, Ortsverband Neu-Isenburg wünscht sich eine hohe Beteiligung: „Wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt die Vorzüge aber auch die Herausforderungen in Neu-Isenburg. Genau diese Erfahrungen sind für uns wichtig. Jede Stimme hilft dabei, Neu-Isenburg weiter zu entwickeln und ein genaues Stimmungsbild zu erhalten. Besonders freuen wir uns, wenn viele junge Leute an der Umfrage teilnehmen.“


