Die Stadt unterstützt finanziell die Arbeit des Kinderschutzbundes Westkreis Offenbach. Für das Jahr 2026 ergibt sich nach dem vertraglich geregelten Anteil ein Zuschuss von 45.806 Euro. Der Jahresbericht und Verwendungsnachweis des Kinderschutzbundes Westkreis Offenbach 2025 wurden der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis vorgelegt. Der Bericht zeigt eine deutliche Zunahme an Beratungsbedarf von Familien, Kindern und Jugendlichen. Schwerpunkte der Beratung waren weiterhin Trennungs- und Scheidungsproblematiken, Erziehungsfragen und Konflikte im Jugendalter. Die Beratung ist freiwillig, kostenfrei und vertraulich.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 320 Familien, Kinder und Jugendliche sowie Paare und Einzelpersonen beraten. Insgesamt wurden damit 584 Kinder und Jugendliche erreicht, davon waren von Gewalt 148 und 86 von sexualisierter Gewalt betroffen. Auch Fachkräfte aus Schulen, Kitas und Betreuungen suchten Unterstützung. In 38 Fall- und Fachberatungen ging es um Gewalt, Handlungsleitlinien und Gefährdungseinschätzungen.
Eine wichtige Unterstützung für Trennungs- und Scheidungsfamilien bleibt der Betreute Umgang. Im Jahr 2025 haben 46 Familien mit insgesamt 62 Kindern dieses Angebot wahrgenommen. Die Nachfrage überstieg damit deutlich die Kapazitäten, sodass über das gesamte Jahr eine Warteliste geführt werden musste.
Fortgeführt wurde ebenfalls die kostenfreie Schrei- und Schlafsprechstunde im Familienzentrum Kurt-Schumacher-Straße in Neu-Isenburg.
Außerdem wurde dort ein Inhouse-Fachtag zum Projekt „Bewegte Sprache“ durchgeführt. Mit dem Projekt sollen Kinder ab dem vorletzten Kindergartenjahr in ihrer sprachlichen, motorischen, emotionalen und sozialen Entwicklung gefördert werden.



