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Genehmigter Haushaltsplan 2026 jetzt online

 Der Haushaltsplan der Stadt Neu-Isenburg für das Jahr 2026 ist ab sofort online verfügbar. Er wurde nach der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht des Kreises Offenbach am 17. Juli 2026 auf der Webseite unter Haushalt | Stadt Neu-Isenburg (Öffnet in einem neuen Tab) veröffentlicht. Der interaktive Haushalt bietet den Bürgerinnen und Bürgern einen übersichtlichen Einblick in die Ergebnis- und Finanzplanung, die Investitionen und in wesentliche Kennzahlen.

Erläuterungen und Diagramme ergänzen die Darstellung. Mit wenigen Klicks können sich Interessierte den Haushaltsplan unter anderem in Form von Grafiken anzeigen lassen, Auswertungen auswählen und Vergleichs- und Basisdaten abrufen. Zudem lässt sich von der Gesamtübersicht direkt in die einzelnen Ebenen des Haushalts wechseln, um zusätzliche Details von Aufwendungen oder Erträgen aufzuzeigen. Beispielsweise kann so nachvollzogen werden, welcher Anteil der Erträge auf Steuereinnahmen entfällt und wie sich diese auf die einzelnen Steuerarten verteilen.   

„Der Haushalt ist ein zentrales Steuerungsinstrument der Stadt, gleichzeitig aber auch ein sehr komplexes Zahlenwerk. Um dies anschaulicher darzustellen, haben wir bereits vor Jahren den interaktiven Haushalt auf unserer Webseite eingeführt. Er bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, transparent nachzuvollziehen, wofür öffentliche Mittel eingesetzt werden und welche Herausforderungen die Haushaltsplanung in den kommenden Jahren mit sich bringt“, erläutert Erster Stadtrat Stefan Schmitt und Stadtkämmerer.

Der Haushaltsplan 2026

Trotz umfangreicher Konsolidierungsmaßnahmen und erheblicher Kürzungen von Haushaltsmitteln (zwischen 2024 und 2025 wurden 14,2 Mio. Euro konsolidiert), sieht der Haushaltsplan 2026 ein negatives ordentliches Ergebnis in Höhe von rund 28 Mio. Euro vor. Dies kann im laufenden Haushaltsjahr noch durch Rücklagen aus den Vorjahren ausgeglichen werden. Die mittelfristige Finanzplanung zeigt jedoch, dass sich die finanziellen Spielräume der Stadt in den kommenden Jahren weiter stark verringern werden. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Kommunalaufsicht, freiwillige Leistungen fortlaufend auf ihre Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit zu bewerten.

„Die weitere Konsolidierung des Haushalts wird keine leichte Aufgabe sein. Niemand trifft gerne Entscheidungen, die mit weiteren Einsparungen verbunden sein werden. Wir müssen sorgfältig prüfen und abwägen, welche Ausgaben zwingend notwendig und noch finanzierbar sind. Um die Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern“, sagt Erster Stadtrat und Stadtkämmerer Stefan Schmitt. „Die strukturelle Haushaltskonsolidierung wird deshalb auch in den kommenden Jahren eine unabdingbare Notwendigkeit darstellen, insbesondere vor dem Hintergrund der Vielzahl übertragener Aufgaben von Bund und Land sowie der damit verbundenen, steigenden Kosten und hohen Umlagen, die die finanziellen Spielräume der Stadt Neu-Isenburg weiter einengen.“

Zur weiteren Konsolidierung soll das begonnene Projekt Aufgabenkritik beitragen, in dessen Rahmen die städtischen Aufgaben und Strukturen überprüft und hinterfragt werden, um Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Ressourceneinsatz nachhaltig zu optimieren.

Trotz der angespannten Finanzlage kann die Stadt wichtige Zukunftsinvestitionen umsetzen. Im Investitionsprogramm sind unter anderem Mittel für die Regionaltangente West, die Weiterentwicklung der Hugenottenhalle und Stadtbibliothek (1,5 Millionen Euro), den Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehr (0,9 Millionen Euro) sowie barrierefreie Bushaltestellen (rund 1 Million Euro) vorgesehen.

Für die Finanzierung der Investitionen sind bis 2029 Kreditaufnahmen von insgesamt rund 53 Millionen Euro vorgesehen.

Die Gesamtverschuldung lag zu Beginn des Haushaltsjahres 2026 bei 43,5 Mio. Euro und würde dann bis Ende 2029 voraussichtlich auf rund 87 Mio. Euro steigen.

Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt Neu-Isenburg wird nach dem Vorgesagten von der Kommunalaufsicht als gefährdet eingestuft.

 

 

 

 

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