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Bertha-Pappenheim-Platz wird entsiegelt und neu bepflanzt

Der Bertha-Pappenheim-Platz im Wohngebiet Buchenbusch wird grüner. Dafür wird der zur Zeit stark versiegelte ca. 340 Quadratmeter große Platz umgestaltet. Im Zuge der Neugestaltung werden große Teile der Pflasterflächen zurückgebaut und begrünt. Die charakteristische Grundstruktur bleibt dabei erhalten

Wasserbrunnen aus Basaltstelen am Bertha-Pappenheim-Platz
Wasserbrunnen aus Basaltstelen am Bertha-Pappenheim-Platz

Geplant ist eine Pflanzung von vier klimaresilienten Waldahornen (Acer truncatum) sowie eine abwechslungsreiche Bepflanzung mit Sträuchern, Gräsern und bodendeckenden Stauden. Auf einer Anwohnerinformationsveranstaltung vor Ort, am Mittwoch, 24. Juni, 17:00 Uhr, wird das Projekt den direkten Anliegerinnen und Anliegern von Sylvio Jäckel, DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR und Dr. Ellen Pflug, Biologin Stadt Neu-Isenburg, vorgestellt. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Spätsommer 2026.

Insgesamt stehen für die Maßnahme 117.000 Euro aus dem Bundesprogramm „KfW 444- Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ bereit, von denen 80 Prozent, also 93.600 Euro über Zuschüsse abgedeckt sind. Der städtische Eigenanteil liegt bei 23.400 Euro und wird über das Budget der DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR finanziert. Die Fördermittel sind aufgeteilt in Kosten für die Umsetzung und in die dreijährige Entwicklungspflege. Der Förderzeitraum läuft bis 2026.

Der Waldahorn ist ein sognanntes „Klimawandelgehölz“, welches mit den extremeren Klimabedingungen, wie Hitze und Trockenheit, gut zurechtkommt. Die neu gepflanzten Waldahorne werden außerdem höher als die vormals vorhandenen Kugelahorne wachsen. Das sich dadurch ergebende Baumdach beschattet die Platzfläche wirksam und trägt somit wesentlich zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und, insbesondere in der wärmeren Jahreszeit, zur Klimaverbesserung, bei. Durch die vorhandene Vegetation mit höheren Sträuchern sowie einem Baum auf der Westseite am angrenzenden Spielplatz ist zusätzlicher Schatten gegeben.

Das Planungskonzept sieht vor, das vorhandene, rote und graue Betonpflaster allseitig um die Platzmitte zu entfernen und in Pflanzflächen umzuwandeln. Hierbei nimmt die Grundstruktur als Achteck, die Form des mittlerweile funktionslosen Wasserbrunnen aus Basaltstelen in der Platzmitte auf.

Die vorhandenen strahlenförmig abgehenden Pflasterstreifen bleiben erhalten und werden in der Pflanzfläche als bepflanzte Streifen fortgeführt. Die achteckige Grundstruktur des Platzes ist dem ehemaligen Grundriss des „Alten Orts“, dem historischen Zentrum der Stadt Neu-Isenburg, nachempfunden und soll deshalb weiterhin im Gestaltungskonzept erkennbar sein.   

Der Brunnen aus Basaltstelen ist seit Längerem außer Betrieb. Eine Wiederinbetriebnahme des Brunnens wurde geprüft, jedoch aufgrund der hohen Kosten verworfen, so dass der Brunnen nun als Skulptur erhalten wird. Zudem sind zwei einfache Infotafeln eingeplant, um die über das Leben und Wirken der Persönlichkeit Bertha Pappenheim, zu deren Ehren der Platz benannt wurde, zu informieren.

Die Unterpflanzung der Bäume erfolgt mit einer abwechslungsreichen Mischung aus robusten, trockenheitstoleranten und standortgerechten Stauden, Gräsern und Bodendeckern. Die strahlenförmigen Pflanzstreifen werden mit einer niedrigen, heckenartig wachsenden Strauchart angelegt, um die Fortführung der Streifen anzudeuten.  Zwischen den Streifen ist eine flächige Bepflanzung mit einzelnen Solitär- und Kleinsträuchern sowie einer Präriestaudenmischung mit Stauden als Gerüstbildner, Begleiter und Gräsern in Tuffs und bodendeckenden Stauden geplant. In den Pflanzflächen ist eine leichte Geländemodellierung vorgesehen, um einerseits den Raumcharakter zu verstärken und andererseits die Aufnahme von Niederschlagswasser zu optimieren. Alle Außenflächen des Platzes werden als Pflanzfläche angelegt, so dass der Platz von Grünflächen eingerahmt ist.

Die Entwässerung des Platzes erfolgt analog dem Gefälle im Bestand bzw. durch Gefälle zu den Pflanzflächen hin, so dass das anfallende Regenwasser versickern kann.

Förderprogramme Klimaanpassung 

Um eine positive Entwicklung in der Klimaanpassung aktiv zu unterstützen, fördert die Stadt Neu-Isenburg Maßnahmen zur signifikanten Entsiegelung, zur Begrünung von Dächern, vertikalen Bauteilen (Fassaden) und Vorgärten gemäß der Vorgartensatzung, sowie bauliche Anlagen zum Schutz vor Starkregenereignissen, wie der Einbau von Schutzvorrichtungen oder Maßnahmen zur Optimierung der Regenrückhaltung. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der Stadt Neu-Isenburg (Öffnet in einem neuen Tab).

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