Mehr als 2.200 Kilowattpeak Solarleistung für Neu-Isenburg
Die Stadtwerke Neu-Isenburg treiben den Ausbau der Photovoltaik im Stadtgebiet kontinuierlich voran. Bislang wurden insgesamt 56 Photovoltaikanlagen realisiert, die gemeinsam eine installierte Gesamtleistung von 2.201 Kilowatt Peak erreichen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung und zum Klimaschutz. Die Anlagen erzeugen jährlich mehr als 2 Millionen Kilowattstunden Strom – genug, um rechnerisch den Jahresbedarf von rund 600 Haushalten zu decken.
Ein besonderer Schwerpunkt der Stadtwerke liegt auf dem Ausbau von Mieterstromprojekten. Sie ermöglichen es, Solarstrom dort zu erzeugen und zu nutzen, wo er benötigt wird – direkt in Wohn- und Gewerbegebäuden. Damit profitieren Mieterinnen und Mieter unmittelbar von lokal erzeugter Energie, ohne selbst in eine Photovoltaikanlage investieren zu müssen. Gleichzeitig wird die dezentrale Stromerzeugung gestärkt und die Nutzung erneuerbarer Energien im Stadtgebiet weiter ausgebaut.
Der größte Teil dieser Projekte wurde gemeinsam mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH Neu-Isenburg (GEWOBAU) umgesetzt. Auf den Wohngebäuden der GEWOBAU wurden bislang mehr als 2.106 Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von 896 Kilowatt Peak installiert. Die Anlagen erzeugen jährlich rund 783.000 Kilowattstunden Strom und ermöglichen es zahlreichen Haushalten, direkt von vor Ort produziertem Solarstrom zu profitieren.
Auch im gewerblichen Bereich wurden Mieterstromprojekte erfolgreich realisiert. Auf den Gebäuden von vier Gewerbetreibenden wurden insgesamt 1.003 Solarmodule mit einer Leistung von 446 Kilowatt Peak installiert. Die Anlagen erzeugen jährlich rund 387.300 Kilowattstunden Strom und belegen, dass das Mieterstrommodell nicht nur im Wohnungsbau, sondern auch bei gewerblich genutzten Immobilien erfolgreich umgesetzt werden kann.
Neben den Mieterstromprojekten treiben die Stadtwerke gemeinsam mit der Stadt auch den Ausbau der Solarenergie auf kommunalen Liegenschaften konsequent voran. Bislang wurden dort 624 Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 197 Kilowatt Peak installiert. Diese Anlagen machen den Einsatz erneuerbarer Energien sichtbar und erhöhen die lokale Stromerzeugung aus Solarenergie. Jährlich werden hier rund 167.000 Kilowattstunden Strom erzeugt.
Darüber hinaus investieren die Stadtwerke gezielt in Photovoltaikanlagen auf ihren eigenen Liegenschaften und technischen Einrichtungen. So können Betriebskosten gesenkt und vorhandene Flächen sinnvoll für die Stromerzeugung genutzt werden.
Auf den eigenen Gebäuden der Stadtwerke wurden bislang 938 Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 355 Kilowatt Peak installiert. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die Erweiterung der Photovoltaikanlage im WaldSchwimmbad. Dort wurden zusätzlich 180 Solarmodule mit einer Leistung von 80 kWp installiert. Durch die zusätzliche Stromerzeugung aus Sonnenenergie können künftig rund 20 Prozent des Energiebedarfs des Schwimmbads gedeckt werden. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie die Stadtwerke erneuerbare Energien direkt in ihre Betriebsabläufe integrieren und gleichzeitig die Energiekosten langfristig reduzieren.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein wurde im Jahr 2025 mit der Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage auf dem Tiefbehälter des Neu-Isenburger Wasserwerks in der Siemensstraße erreicht. Die rund 800 Quadratmeter große Anlage wurde auf den Grünflächen über den Wasserkammern errichtet und umfasst 320 monokristalline Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 144 Kilowatt Peak. Jährlich erzeugt die Anlage rund 125.000 Kilowattstunden Strom, die vollständig in das Stromnetz des Wasserwerks eingespeist werden. Damit können rund 20 Prozent des gesamten Strombedarfs des Wasserwerks durch erneuerbare Energie gedeckt werden. Das Projekt unterstreicht, wie sich vorhandene Flächen sinnvoll für die lokale Stromerzeugung nutzen lassen, und ist zugleich ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadtwerke Neu-Isenburg.
Neben den Mieterstromprojekten sowie den Photovoltaikanlagen auf kommunalen Liegenschaften und den Gebäuden der Stadtwerke wurden im Stadtgebiet insgesamt weitere 32 gewerbliche und private Photovoltaikanlagen umgesetzt. Sie verdeutlichen, dass der Ausbau der Solarenergie in Neu-Isenburg von vielen Akteuren getragen wird. Unternehmen, Wohnungswirtschaft, öffentliche Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger leisten gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Stromerzeugung und stärken damit die lokale Energieversorgung.
„Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien dort auszubauen, wo sie einen direkten Nutzen für Menschen, Unternehmen und die städtische Infrastruktur schaffen. Die Vielzahl der umgesetzten Projekte unterstreicht, dass wir in Neu-Isenburg auf dem richtigen Weg sind und den Ausbau der Solarenergie konsequent vorantreiben“, sagt Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg.
„Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben unserer Zeit. Die Stadtwerke Neu-Isenburg zeigen mit ihren Projekten, dass sich wirtschaftlich sinnvolle Investitionen und der Ausbau erneuerbarer Energien erfolgreich miteinander verbinden lassen. Mit Anlagen auf dem Wasserwerk, im WaldSchwimmbad und auf weiteren Liegenschaften stärken wir die Eigenversorgung wichtiger Einrichtungen und investieren gezielt in die Zukunftsfähigkeit unserer städtischen Infrastruktur. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Projekte verdeutlicht, welchen wichtigen Beitrag die Stadtwerke für die Entwicklung Neu-Isenburgs leisten“, ergänzt Stefan Schmitt, Erster Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Neu-Isenburg.
Die bisher realisierten Anlagen zeigen, welches Potenzial in der lokalen Stromerzeugung steckt. Die Stadtwerke werden diesen Weg gemeinsam mit ihren Partnern fortsetzen und weitere Möglichkeiten zur Nutzung von Solarenergie in Neu-Isenburg erschließen.




