Im Rahmen der Magistratspressekonferenz haben Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und Erster Stadtrat Stefan Schmitt gemeinsam mit Horst Amann, Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft mbH sowie weiteren Vertretern der RTW und der Presse den Baufortschritt der Regionaltangente West im Planfeststellungsabschnitt (PFA) Süd 1 rund um das Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg besichtigt.
Südlich des Bahnhofs Neu-Isenburg wurde 2022 mit dem Bau eines unterirdischen ca. 350 Meter langen eingleisigen Tunnels begonnen. Der neue Tunnel unterquert neun Gleise der Main-Neckar-Bahnstrecke, darunter Fern-, S-Bahn- sowie Betriebs- und Rangiergleise. Er wird künftig die RTW-Strecke von der Mörfelder Landstraße in Richtung Neu-Isenburg führen.
Die Bauteams arbeiteten in offener Bauweise „unter rollendem Rad“ von beiden Seiten aus. Im Januar 2026 wurde der Durchstich am Kreuzungsbauwerk Neu-Isenburg geschafft und die beiden Tunnelabschnitte verbunden. Im Juni 2026 wurde die letzte rund 400 Tonnen schwere Tunneldecke an ihren Platz gebracht und im September die letzte der insgesamt 15 temporären Hilfsbrücken zurückgebaut. Seit Oktober 2026 steht der Rohbau des Kreuzungsbauwerkes. Der Bauabschnitt des Kreuzungsbauwerks liegt im Zeitplan und wird bis Ende des Jahres 2026 fertig gestellt sein.
„Was über Jahre vor allem eine große Baustelle war, nimmt inzwischen immer deutlicher Gestalt an. Mit der Fertigstellung des Tunnelrohbaus ist ein wichtiger Meilenstein für die Regionaltangente West erreicht. Das zeigt, wie viel planerische und technische Arbeit hinter dem größten Infrastrukturprojekt im Rhein Main Gebiet steckt. Für Neu-Isenburg mitten in der Metropolregion FrankfurtRheinMain ist die RTW eine Investition in die Zukunft. Sie wird unsere Stadt noch besser mit der Region vernetzen und vielen Menschen, die täglich zwischen Wohnort und Arbeitsort pendeln, neue Möglichkeiten eröffnen. Die RTW ist ein klares Bekenntnis zu einer umweltfreundlichen, zukunftsweisenden Mobilität. Sie und folgt dem von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Mobilitätskonzept 2030“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.
Die RTW wird die neue Schienentrasse im Westen Frankfurts. Sie verbindet die umliegenden Kreise und Gemeinden und schafft neue Direktverbindungen zwischen dem Hochtaunuskreis, dem Main-Taunus-Kreis, Frankfurt-Höchst, dem Flughafen Frankfurt und dem Kreis Offenbach.
Das Baurecht für die insgesamt 53 Kilometer lange Strecke, die von Bad Homburg nach Dreieich führt, wurde bereits auf drei Streckenabschnitten geschaffen. Die Baufertigstellung der Kernstrecke ist für Ende 2030 geplant.
Die Stadt Neu-Isenburg ist seit Beginn Gesellschafterin der RTW Planungsgesellschaft mbH.
Straßenraumgestaltung Neu-Isenburg: Entwurfsplanung liegt vor (PFA Süd 2)
Im Zuge der geplanten Regionaltangente West soll der Straßenraum der Ortsdurchfahrt (OD) L3117 Neu-Isenburg, im Bereich der Carl-Ulrich-Straße und Friedhofstraße, neugestaltet werden. Die Entwurfsplanung liegt vor. Sie betrifft insbesondere die künftige Gestaltung des Straßenraums im Abschnitt der RTW-Trassenführung durch das Stadtgebiet.
„Für die Straßenplanung haben wir im August 2025 bei Hessen Mobil die Befreiung von der Planfeststellung beantragt. Sie wurde am 7. November 2025 positiv beschieden. Den Antrag auf Planfeststellung für den RTW-Abschnitt PFA Süd 2 wird die RTW GmbH in diesen Tagen stellen. Damit erreichen wir einen weiteren Meilenstein für die Umsetzung der RTW", sagt Geschäftsführer Horst Amann.
Lärmintensive Arbeiten
Die RTW Planungsgesellschaft mbH hält die Störungen während der Bauarbeiten in der Nähe von Neu-Isenburg so gering wie möglich und bittet für die entstehenden Unannehmlichkeiten um Verständnis. Fragen der Bürgerinnen und Bürger können an die RTW Planungsgesellschaft mbH gesendet werden.








