Die Planungen für ein weiteres Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr Neu-Isenburg gehen in die nächste Phase. Nach Prüfung verschiedener Möglichkeiten soll der Neubau am „Sonnenhügel“ am Rande des Geländes des Neu-Isenburg WaldSchwimmbades entstehen. Der genaue Standort kann erst in der weiteren Planung festgelegt werden. Das Planungsziel ist, den Eingriff in das Freibadgelände und den vorhandenen Baumbestand so gering wie möglich zu halten. Außerdem soll darauf geachtet werden, dass keine Liegeflächen betroffen werden und der Flächenbedarf des neuen Feuerwehrhauses durch das Grundstück des alten Schwimmmeisterhauses kompensiert werden kann. Um den Eingriff in die Fläche so minimieren, wurde auch in Abstimmung mit dem Kreis Offenbach die gemeinsame Lösung einer Rettungswache mit dem Kreis verworfen.
Mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 29. August 2026 kann jetzt die konkrete Planung beginnen. Geplant ist ein funktionales und wirtschaftliches Feuerwehrhaus mit einer Gebäudefläche von rund 300 Quadratmetern. Vorgesehen sind drei Fahrzeugstellplätze, die notwendigen Umkleide- und Sanitärbereiche, ein Aufenthaltsraum, ein Lagerraum sowie ein Technik- beziehungsweise Hausanschlussraum.
„Mit dieser Entscheidung schaffen wir die Grundlage für die weitere Planung. Uns ist wichtig, dass wir ein funktionales und dauerhaft nutzbares Feuerwehrhaus schaffen und gleichzeitig so wenig Fläche wie möglich dafür verwenden“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.
Aus diesem Grund soll auch bei der Planung ein möglichst geringer Eingriff in die Grünflächen und den vorhandenen Baumbestand berücksichtigt werden. Die genaue Position des Gebäudes hängt deshalb unter anderem von der tatsächlichen Gebäudegröße und den zu erhaltenden Bäumen ab. Ebenfalls zu untersuchen sind die Zufahrt und Alarmausfahrt, die verkehrliche Anbindung sowie gegebenenfalls eine Ampelanlage.
Als Grundlage für die weitere Planung dient die Handlungsempfehlung „Musterfeuerwehrhaus Hessen“. Sie stellt für kleinere Feuerwehrhäuser standardisierte Raumprogramme und Planungsgrundlagen bereit und soll eine schlanke und kostenoptimierte Projektentwicklung ermöglichen. Für Neu-Isenburg werden diese Vorgaben an die konkreten Bedingungen des Standorts angepasst.
Dabei soll auch geprüft werden, welche Bauweise wirtschaftlich am sinnvollsten ist. Neben einer konventionellen Bauweise wird eine leichte beziehungsweise systematisierte Bauweise untersucht. Neben den Baukosten wird auch die Dauerhaftigkeit, die späteren Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie die energetische Qualität untersucht werden. Eine reine Interimslösung wird nicht weiterverfolgt.
Nach der bisherigen Kostenermittlung werden für das Gebäude rund 2,207 Mio. Euro veranschlagt. Weitere rund 498.000 Euro entfallen auf die Herrichtung und Erschließung des Grundstücks, die Außenfläche und die verkehrliche Anbindung. Insgesamt liegen die Kosten bei rund 2,705 Mio. Euro. Die Kosten werden mit der weiteren Planung konkretisiert.
Außerdem sollen verschiedene Fördermöglichkeiten geprüft werden, wie zum Beispiel die Brandschutzförderung des Landes Hessen oder bei Erreichen des Effizienzgebäude 55.



