Stadt Neu Isenburg

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20 Jahre Stadtquartier West

Das Stadtquartier West feierte sein 20-jähriges Jubiläum mit einem fulminanten Sommerfest im Stadtteilzentrum West, Kurt-Schumacher-Straße 8, das sich als voller Erfolg und ein lebendiges Zeichen für gute Nachbarschaft erwies. Zwischen 500 und 600 Gäste strömten über den Tag verteilt herbei, um gemeinsam zu lachen, zu schlemmen und das generationsübergreifende Miteinander zu zelebrieren. 

Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner sagt: “ Das Stadtteilzentrum West hat sich in den vergangenen Jahren durch das Engagement von Ehrenamtlichen sowie einem breiten Netzwerk an Bildungs-, Beratungs- und Integrationsangeboten zu einem lebendigen, multikulturellen Mittelpunkt des Stadtteils und einer Anlaufstelle für jedermann entwickelt. Das Fest hat dies eindrucksvoll bewiesen“.  „Hier kommen seit 20 Jahren Menschen zusammen, die ganz unterschiedliche Geschichten mitbringen. Und genau diese Offenheit macht das Besondere hier aus“, ergänzt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein. 

Das Fest bot ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein und spiegelte die kulturelle Vielfalt des Quartiers wider. Kulinarisch wurden die Besucherinnen und Besucher mit orientalischen und indischen Köstlichkeiten verwöhnt, während die Popcornmaschine für süßen Duft sorgte und ohne Unterlass lief. Die jüngsten Gäste freuten sich über die Schminkaktion der Integrationslotsen, die über 100 Kindergesichter in bunte Kunstwerke verwandelten. Große Begeisterung löste auch der Mitmachzirkus aus: Hier konnten die Kinder sich in Jonglage und Akrobatik ausprobieren, bevor eine spektakuläre Diabolo-Show auf der Hauptbühne das Publikum zum Staunen brachte.

Das musikalische und tänzerische Bühnenprogramm riss die Gäste mit. Von farbenprächtigem Bollywood-Tanz über stimmungsvolle Blechbläser bis hin zu feurigen Salsa-Rhythmen – die Künstlerinnen und Künstler sorgten für hervorragende Laune und eine ausgelassene Atmosphäre.

Für einen kreativen Höhepunkt sorgten Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein: Gemeinsam gaben sie das Startsignal für das Jubiläumskunstwerk und setzten auf der Leinwand ein starkes Signal für die Gemeinschaft. Im Anschluss griffen viele Gäste selbst zu Stift und Pinsel, um das Werk gemeinschaftlich unter der Leitung von Daniela Lindemann zu vollenden. Parallel dazu erstrahlte auch die „Regenbogenbank“ im Laufe des Tages in immer bunteren Farben – als Symbol für Toleranz und ein offenes Miteinander.

„Dieses Fest hat einmal mehr gezeigt, wie stark Gemeinschaft und wie lebendig die gute Nachbarschaft sein kann“, freut sich Ina Lackert-Irion, die Leiterin des Stadtteilzentrums West. Ein ganz besonderer und großer Dank gilt allen Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Akteuren, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz dieses unvergessliche Jubiläum überhaupt erst möglich gemacht und bereichert haben.

Über das Stadtquartier West: 

Am 1. Dezember 2004 stellten die Stadtverordneten den Antrag, das Stadtquartier West in das Förderprogramm des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung als förderungswürdiger Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf aufzunehmen. 2006 kam die Förderzusage und die offizielle Vergabe des Projekt- und Quartiersmanagements an die NH ProjektStadt (Stadtentwicklungsmarke der Nassauischen Heimstätte).  Ein Vor-Ort-Büro wurde im Viertel eingerichtet, um als Schnittstelle für die Bürgerbeteiligung zu dienen. Im September 2006 wurde das Integrierte Handlungskonzepts (IHK) nach intensiven Beteiligungsformaten mit Bürgern, lokalen Akteuren und Fachämtern fertiggestellt. Das Konzept definierte die konkreten Leitlinien zur sozialen Stabilisierung, zur Aufwertung des Wohnumfeldes sowie zur Förderung von Integration und Nachbarschaft. Alle Maßnahmen in diesem Stadtgebiet orientierten sich an den Zielen, Quartiersbewusstsein und -identität zu schaffen und das Stadtgebiet in die gesamtstädtische Entwicklung zu integrieren. 

Insgesamt flossen Fördermittel aus dem Programm Soziale Stadt, dem Investitionspakt und dem Regionalfonds in Höhe von knapp 8 Mio. Euro, ergänzt um den von der Stadt Neu-Isenburg zu erbringenden Eigenanteil in Höhe von zusätzlichen 4 Mio. Euro. 

Was als Handlungskonzept auf dem Tisch lag, wurde nach und nach in die Praxis umgesetzt: 

  • Als eines der ersten Projekte im Rahmen des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt wurde das ehemalige Gemeindezentrum, das Lukaszentrum der evangelischen Johannesgemeinde, im Jahr 2007 in das heutige Stadtteilzentrum West umgewidmet und im November 2007 feierlich eröffnet. Basierend auf den Ideen aus der Bürgerbeteiligung wurden die Außenanlagen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils einladend und offen gestaltet. Die Eingangsbereiche sowie eine Terrasse wurden neu angelegt und gepflastert sowie die Beleuchtung verbessert. 
  • Mit dem Stadtteil-, dem Familien- und dem Bildungszentrum, der Erweiterung des Kita-Angebotes sowie den Investitionen in die Freizeit- und Sportmöglichkeiten wurden die Angebote für die Menschen im Stadtteil verbessert. Der Bahnhof und das Umfeld mit dem Westendplatz und der Grünanlage Heegwaldpark wurde zu einem Schmuckstück. Mit Hilfe der Fördermittel wurde die Sicherheit durch eine bessere Beleuchtung in der Bahnhofstraße und bei dem Verbindungsweg durch den Forst sowie durch eine neue Bedarfsampel für Fußgänger am Eingang zum Sportpark erhöht.
  • Stadt und Teile der Wohnungswirtschaft haben in das Wohnumfeld investiert. So gibt es heute ein deutlich aufgewertetes Angebot an Spiel-, Bewegungsangeboten und Plätzen zum Verweilen im Quartier. Beispielsweise hat die Gewobau in der Bahnhofstraße 205-219 die Aufenthalts- und Spielflächen für ihre Mieter neu gestaltet und die Nassauische Heimstätte die Lückenschließung der Regionalparkroute in der Erich-Ollenhauer-Straße über ihr Grundstück ermöglicht und mitfinanziert.  
  • Die NH ProjektStadt war mit dem Projekt- und Quartiersmanagement von 2006 bis 2019 beauftragt. Die letzte große Baumaßnahme wurde 2023 realisiert: Es wurde für rund 230.000 Euro eine öffentliche Toilette am Bahnhof errichtet und noch in diesem Jahr in Betrieb genommen.  Die Toilettenanlage wird selbstreinigend und behindertengerecht sein. 

Im Einzelnen wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: 

Baumaßnahmen

  • Stadtteilzentrum – Grunderwerb des ehemaligen Gemeindezentrums und Gestaltung der Außenanlagen (2007-2011)  Umwandlung Naturrasen- in Kunstrasenballsportplatz (2007) 
  • Mehrgenerationenpark und Zugang in den Sportpark (2010-2011)
  • Schlafende Fußgängerschutzanlage Kurt-Schumacher-Straße auf Höhe des Sportpark-Westeingangs (2009)
  • Um die Zugänge in das Stadtquartier aufzuwerten wurden die Fuß- und Rad-Unterführung Fischer-Lucius (2012)  
  • Errichtung einer überdachten Radabstellanlage am S-Bahnhof (2014-2015)
  • Neugestaltung Freiflächen Familienzentrum (2010-2012) 
  • Bahnhofsvorplatz (Westendplatz) und Park (Heegwaldpark), (2007-2013)
  • Sanierung Familienzentrum Kita-Kurt-Schumacher-Straße (2008-2012) 
  • Rudi-Seiferlein-Halle: Multifunktionale Freizeit- und Sporthalle (2010-2014) 
  • Energetische Sanierung Hallenbad (2010-2014)
  • Neubau Kinderhaus Toddlers (2012-2014) 
  • Wohnumfeldmaßnahmen Wohnungswirtschaft (2010) 
  • Herstellung Kunststofflaufbahn für die Öffentlichkeit im Sportpark Alicestraße (2014-2018) 
  • Neue Bahnhoffassade (2014)
  • Wasserspielplatz Tannenwald als interkommunales Projekt mit der Stadt Frankfurt  (2014) 
  • Skateranlage mit Halfpipe im Tannenwald (2017-2018)
  • Sanierung Rollschuhbahn im Sportpark (2018)
  • Modernisierung Stadtteilzentrum West (2018)Fahrradabstellanlagen im Sportpark (2019) 

 

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