Stadt Neu Isenburg

Regionalverband FrankfurtRheinMain

Radschnellweg Seligenstadt – Flughafen Frankfurt Förderbescheid für Neu-Isenburg

Bei der Umsetzung des Radschnellwegs Seligenstadt – Flughafen Frankfurt ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Der Hessische Staatsminister für Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Herr Kaweh Mansoori, übergab kürzlich einen Förderbescheid zur Planung des 4. Realisierungsabschnitts. Zur Übergabe des Förderbescheides begrüßten Claudia Jäger, Verbandsdirektorin des Regionalverbandes Frankfurt-RheinMain und Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes, den Minister im Haus der Region.

Der 4. Realisierungsabschnitt des Radschnellwegs umfasst den gesamten Verlauf der Verbindung auf Neu-Isenburger Gemarkung. Auf zirka 4,8 Kilometern verläuft der Weg von der Ortsgrenze Frankfurt/Neu-Isenburg an der Sperberschneise bis zum Knotenpunkt Neuhöfer Straße/Offenbacher Straße an der Ortsgrenze Neu-Isenburgs zu Dreieich.
Das Land Hessen fördert die weiteren Planungen dieses Abschnitts mit rund 371.200 Euro – insgesamt betragen die Planungskosten zirka 420.000 Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen für Planungs- und Bauleistungen wird voraussichtlich bei rund 3 Millionen Euro liegen. Mit der Förderung kann der Zuschlag für die bereits ausgeschriebenen Planungsleistungen erfolgen und die Planung des Streckenabschnitts weiter vorangetrieben werden.

Darüber hinaus übergab der Minister im Haus der Region weitere Förderbescheide: Mit knapp 1,9 Millionen Euro wird die Planung des zweiten Realisierungsabschnitts des FRM9 durch das Land gefördert. Die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur „Querung des Gleiskörpers im Bereich Mainkur/Roter Graben in Frankfurt am Main“ im Zuge des Radschnellwegs Frankfurt – Maintal – Hanau (FRM7) wird mit knapp 32.000 Euro bezuschusst. 

„Radschnellverbindungen schaffen gerade im Rhein-Main-Gebiet eine echte Alternative für viele Wege im Alltag. Wer mit dem Rad zur Arbeit, zur Schule oder zum nächsten Bahnhof fährt, braucht sichere und direkte Verbindungen, auf denen man gut vorankommt. Deshalb unterstützen wir den Regionalverband dabei, jetzt die konkrete Planung auf den Weg zu bringen“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori bei der Übergabe der Förderbescheide an Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands FrankfurtRheinMain.

„Mit dem Radschnellweg Seligenstadt – Flughafen Frankfurt, kurz FRM9, schaffen wir eine attraktive und klimafreundliche Verbindung zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte im Rhein-Main-Gebiet. Auf dem durch das Land geförderten Abschnitt kreuzen sich die Radschnellwege FRM9 und FRM1 (Darmstadt und Frankfurt). So zeigt sich, wie ein Netz aus Radschnellwegen künftig ein sicheres, komfortables und schnelles Radfahren in der Region ermöglichen wird. Die Förderung durch das Land Hessen ist ein zentraler Baustein zur Erreichung dieses Ziels“, sagte Rouven Kötter. 

Der Radschnellweg Seligenstadt – Flughafen Frankfurt ist insgesamt knapp 37 Kilometer lang und damit einer der längsten Radschnellwege in Hessen. Er verbindet den südöstlichen Teil der Region direkt mit dem Flughafen Frankfurt als einem der bedeutendsten Arbeits- und Verkehrsknotenpunkte Deutschlands. Ziel ist eine durchgängige, sichere und zügige Radverbindung für den Alltagsverkehr, die insbesondere Pendlerinnen und Pendlern eine attraktive Alternative zum Auto bietet. 

Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2024 bescheinigte dem direkten Einzugsgebiet der Verbindung bis zu 30.000 Personen am Wohnort und 35.000 Personen am Arbeitsort. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Vernetzung der Kommunen entlang der Strecke. 

Radschnellwege verbinden Städte und Gemeinden über Verwaltungsgrenzen hinweg und ermöglichen auch auf längeren Distanzen eine leistungsfähige Radinfrastruktur. Sie tragen dazu bei, den Radverkehr als festen Bestandteil der Alltagsmobilität in der Region zu stärken und Lücken im bestehenden Netz zu schließen. 

Der Regionalverband FrankfurtRheinMain übernimmt die koordinierende Rolle zwischen den beteiligten Kommunen und Projektpartnern und begleitet die Umsetzung des Vorhabens.

Mit dem aktuellen Förderbescheid ist nun der Weg für die nächsten Planungs- und Umsetzungsschritte frei, um mit dem FRM9 einen weiteren wichtigen Baustein für eine moderne Radverkehrsinfrastruktur in der Region FrankfurtRheinMain zu schaffen.

Weitere Zitate zum Projekt: 

Wolfgang Siefert, Mobilitätsdezernent der Stadt Frankfurt am Main:

„Die Kommunen entlang der Strecke übernehmen mit dem Bau des FRM9 Verantwortung für eine moderne und vernetzte Mobilität in der Region. Dafür gebührt ihnen Anerkennung. Sichere, direkte und komfortable Radverbindungen sind ein wichtiger Baustein, damit Beschäftigte und Pendelnde den Flughafen - einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte und Arbeitsstandorte in der Region – künftig noch besser erreichen können. Frankfurt begrüßt die Fortschritte ausdrücklich und bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz.“

Alexander Böhn, Kreisbeigeordneter des Kreises Offenbach:

„Mit dem Förderbescheid wird aus einer starken Idee ein immer greifbareres Infrastrukturprojekt für die Menschen in unserer Region. Es macht mich stolz, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern den FRM9 Schritt für Schritt Realität werden lassen und damit neue Maßstäbe für nachhaltige Mobilität im Rhein-Main-Gebiet setzen.“

Weitere Informationen

  • Mehr Infos zu den Radschnellwegen unter www.region-frankfurt.de/rsw  (Öffnet in einem neuen Tab)

  • Der Regionalverband FrankfurtRheinMain setzt seit 2015 auf den Ausbau sicherer und gut ausgebauter Radschnellwege in der Region.
     
  • Der erste Spatenstich für einen Radschnellweg im Verbandsgebiet erfolgte 2018 mit dem Baubeginn des ersten Teilstücks der Strecke Frankfurt-Darmstadt (FRM1). 

  • Der Radschnellweg FRM9 verbindet künftig Seligenstadt, Rodgau, Dietzenbach, Dreieich, Neu-Isenburg und den Flughafen Frankfurt.

  • Grundlage für die Umsetzung ist die zuvor erarbeitete Machbarkeitsstudie sowie die Kooperationsvereinbarung der beteiligten Partnerkommunen.
Von links: Claudia Jäger (Verbandsdirektorin, Regionalverband FrankfurtRheinMain), Rouven Kötter (Erster Beigeordneter Regionalverband), Dirk Wölfing (Stadtrat, Dezernent für Klimaschutz und Energiewende, Neu-Isenburg), Kaweh Mansoori (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum), Heiko Nickel (Leiter Strategische Verkehrsplanung im Mobilitätsdezernat, Frankfurt am Main), Brit Scherer (Projektleitung FRM9, Regionalverband)
Von links: Claudia Jäger (Verbandsdirektorin, Regionalverband FrankfurtRheinMain), Rouven Kötter (Erster Beigeordneter Regionalverband), Dirk Wölfing (Stadtrat, Dezernent für Klimaschutz und Energiewende, Neu-Isenburg), Kaweh Mansoori (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum), Heiko Nickel (Leiter Strategische Verkehrsplanung im Mobilitätsdezernat, Frankfurt am Main), Brit Scherer (Projektleitung FRM9, Regionalverband)

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