Mitten in der Neu-Isenburger Innenstadt ist ein Stück Grün hinzugekommen: Die Gebäudewand des Bürgeramtes in der Frankfurter Straße 53–55 wurde auf einer Fläche von rund zwölf Quadratmetern begrünt. Mit der Maßnahme möchte die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU einen Beitrag zur Aufwertung der Innenstadt leisten und zugleich zeigen, wie sich auch kleinere Flächen für mehr Grün nutzen lassen.
Das denkmalgeschützte Gebäude des „Alten Rathauses“, in dem neben dem Bürgeramt auch die Stadtgalerie untergebracht ist, befindet sich im Eigentum der GEWOBAU. Bei der Planung galt es, die besonderen Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Eine direkte Bepflanzung der historischen Gebäudewand konnte deshalb nicht realisiert werden.
In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurde eine alternative Lösung entwickelt. Eine Rankkonstruktion mit den Maßen 4,18 Meter x 3,03 Meter bietet nun Platz für unterschiedliche Pflanzen, die in horizontal angeordneten Pflanzgefäßen wachsen. Eine integrierte Bewässerungsanlage versorgt sie mit Wasser und Nährstoffen. Zusätzlich wurden Tropfschläuche eingebaut, um die Pflanzgefäße vor Staunässe zu schützen.
Für die vollsonnige Südseite wurden verschiedene Pflanzen ausgewählt, die mit den besonderen Standortbedingungen zurechtkommen, beispielsweise die Sorten Bergenia, Campanula Stella, Heuchera Frosted Violet, Carex Evergold und Carex J.S. Greenwell, Fragaria vesca und Geranium Rozanne. Inklusive der Bepflanzung kostet die Maßnahme voraussichtlich rund 40.000 Euro. Mit der Umsetzung wurde die GEFÄSSERIE Die Wandbegrüner GmbH beauftragt.
„Als städtische Wohnungsbaugesellschaft sehen wir uns auch in der Verantwortung, die Entwicklung unserer Innenstadt aktiv mitzugestalten. Wir möchten dazu beitragen, dass sie als Wohn- und Arbeitsort attraktiv bleibt und die Aufenthaltsqualität weiter verbessert wird. Die Fassadenbegrünung am Bürgeramt ist dafür ein schönes Beispiel.“, erklärt Stephan Burbach, Geschäftsführer der GEWOBAU.
Neben der optischen Aufwertung kann die Begrünung auch dazu beitragen, die sommerliche Aufheizung der Fassade zu verringern. Damit verbindet das Projekt gestalterische Aspekte mit einem Beitrag zur Klimaanpassung.
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein begrüßt das Engagement der städtischen Wohnungsbaugesellschaft: „Gerade in unserer dicht bebauten Innenstadt ist jeder zusätzliche Quadratmeter Grün willkommen. Begrünte Fassaden können helfen, die Auswirkungen sommerlicher Hitze zu mildern und das Stadtbild aufzuwerten. Es freut mich deshalb besonders, dass sich unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft an dieser Entwicklung beteiligt und mit gutem Beispiel vorangeht. Die neue Begrünung am Bürgeramt zeigt, dass sich auch unter den besonderen Anforderungen des Denkmalschutzes Möglichkeiten finden lassen, unsere Innenstadt grüner und lebenswerter zu gestalten.“
Die Maßnahme wurde über das Innenstadt-Anreizprogramm im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ (vormals Stadtumbau) gefördert. Mit diesem Programm unterstützt die Stadt Neu-Isenburg unter anderem Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur gestalterischen Aufwertung der Innenstadt.




