Wie bereits angekündigt, werden Anfang Oktober vier große Waldahorne auf dem Bertha-Pappenheim-Platz im Buchenbusch gepflanzt. „Mit der Pflanzung der vier Waldahorne wird der Bertha-Pappenheim-Platz nicht nur grüner, sondern auch widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Trockenheit. Die neue Bepflanzung, die zusätzlichen Sitzmöglichkeiten und die Berücksichtigung des Regenwassers machen den Platz zu einem attraktiveren und klimaangepassten Aufenthaltsort für die Menschen im Buchenbusch“, sagt Dirk Wölfing, Dezernent für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie Energiewende.
Einschränkungen während der Bauphase
Während der Arbeiten, die von Montag, 12. Oktober bis voraussichtlich Montag, 16. November 2026 ausgeführt werden, wird wegen des Baustellenverkehrs auf dem Veilchenweg, im Abschnitt zwischen Buchenbusch und Bertha-Pappenheim-Platz, temporär ein absolutes Halteverbot eingerichtet. Eine Querung des Bertha-Pappenheim-Platzes über den Veilchenweg ist während der Bauphase nicht möglich. Durch die Lagerung von Materialien können zeitweise die Parkmöglichkeiten eingeschränkt sein. Auch kann es zu Lärm während der Arbeiten kommen. Die Zufahrten zu den Häusern bleiben während der gesamten Bauzeit stets zugänglich. Das Grün- und Umwelt-Team der Stadt Neu-Isenburg bittet um Beachtung und Verständnis. Fragen zur Baumaßnahme und Baumpflanzungen beantwortet der Dienstleistungsbetrieb Dreieich und Neu-Isenburg AöR, Grün-Spiel-Sport, Sylvio Jäckel, telefonisch unter 06102 3702-355 oder per E-Mail: s.jaeckeldlb-aoerde
Bei den Bäumen handelt es sich um klimaresistente Waldahorne (Acer truncatum), die mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkommen. Sie werden mit einer insektenfreundlichen Bepflanzung mit Präriestauden, Sträuchern und Bodendeckern ergänzt. So entsteht nicht nur mehr Grün: Die zusätzliche Vegetation soll im Sommer Schatten spenden, zur Kühlung beitragen und die Aufenthaltsqualität auf dem Bertha-Pappenheim-Platz verbessern. Gleichzeitig wird der bislang stark versiegelte, ca. 340 Quadratmeter große Platz ökologisch aufgewertet. Das vorhandene rote und graue Betonpflaster wird rund um die Platzmitte teilweise entfernt und durch Pflanzflächen ersetzt. Die charakteristische achteckige Grundstruktur des Platzes sowie die strahlenförmig verlaufenden Pflasterstreifen werden beibehalten. Unter den Bäumen werden Bänke aufgestellt, die zum Verweilen einladen. Auch die Aufnahme und Versickerung von Regenwasser wurde bei der Neugestaltung berücksichtigt. Der ehemalige Brunnen aus Basaltstelen bleibt als Skulptur ebenfalls erhalten. Zwei Informationstafeln sollen künftig an das Leben und Wirken von Bertha Pappenheim erinnern, nach der der Platz benannt wurde.
Für die Maßnahme stehen 117.000 Euro aus dem Bundesprogramm „KfW 444- Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ bereit, von denen 80 Prozent, also 93.600 Euro über Zuschüsse abgedeckt sind. Der städtische Eigenanteil liegt bei 23.400 Euro und wird über das Budget des DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR finanziert. Die Fördermittel sind aufgeteilt in Kosten für die Umsetzung und in die dreijährige Entwicklungspflege. Der Förderzeitraum läuft bis 2026. Die Planung wurde auch auf einer Anwohnerveranstaltung im Juni 2026 vor Ort vorgestellt.
Klimaanpassung wird auch auf privaten Grundstücken gefördert
Die Stadt Neu-Isenburg fördert private Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen oder Schutz vor Starkregen. Infos dazu finden Sie in der Klimaanpassungsförderrichtlinie unter
www.neu-isenburg.de/leben_und_wohnen/bauen_und_verkehr/foerderprogramme/ (Öffnet in einem neuen Tab)
Klimaanpassung in Neu-Isenburg
Mit verschiedenen Maßnahmen stärkt die Stadt Neu-Isenburg die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dazu zählen unter anderem die Begrünung öffentlicher Räume, die Pflanzung klimaresistenter Bäume, die Verbesserung der Regenwasserversickerung sowie die Förderung von Begrünungs- und Vorsorgemaßnahmen auf privaten Grundstücken. Ziel ist es, Neu-Isenburg klimaresilienter, lebenswerter und zukunftsfähig zu gestalten.



