Stadt Neu Isenburg

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Neukonzeption Franz-Völker- und Anny-Schlemm-Preis

Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung wurde die Konzeption des Franz-Völker- und Anny-Schlemm-Preises unter Kosten- und Nutzenaspekten bewertet. Über eine Neugestaltung des Franz-Völker- und Anny-Schlemm-Preises wird die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 3. Juli, beraten. Anstelle des traditionellen Preisträgerinnen- und Preisträgerkonzerts zu Ehren der beiden gefeierten Opernstars, soll ein glanzvoller Opernabend das Andenken an die herausragenden Künstler und Ehrenbürger der Stadt Neu-Isenburg in den Mittelpunkt stellen.

„Anny Schlemm und Frank Völker, deren beeindruckende Karrieren die Opernwelt nachhaltig geprägt haben, verdienen eine angemessene Würdigung, die ihrer Bedeutung gerecht wird. Mit einem Opernabend können wir ihr Erbe noch differenzierter gestalten“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.

Für den Opernabend wurde ein erstes Rahmenkonzept vorgelegt. Er soll ein Höhepunkt im Kulturkalender der Stadt werden und könnte erstmalig 2025 durchgeführt werden, beispielsweise auch in Kooperation mit der Abteilung „Oper“, der Nachfolgeorganisation der aufgelösten Anny-Schlemm-Franz-Völker-Gesellschaft, die nun im „Forum zur Förderung von Kunst und Kultur“ angesiedelt ist. Um einen direkten und intensiven Austausch zwischen dem Publikum und den Künstlern zu ermöglichen, wurde als Ort der Veranstaltung der Musikraum im Stadtmuseum Haus zum Löwen vorgeschlagen, der das musikalische Wirken von Anny-Schlemm- und Franz-Völker museal aufarbeitet. Der Raum wurde als Konzertraum konzipiert und ist mit einem hochwertigen Flügel ausgestattet. Er bietet Platz für bis zu 70 Personen. Für den Opernabend sollen namhafte Solisten eingeladen werden, die die großen Momente aus den Karrieren der beiden Opernstars wieder aufleben lassen. Die Kosten für den Abend betragen rund 5.000 Euro.

„Nach einer Bestandaufnahme, auch im Hinblick auf die Kosten, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir mit einem Opernabend die zugrundeliegenden Zielsetzungen, Franz Völker und Anny Schlemm zu würdigen, besser erreichen können“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.  

Er führt weiter aus, dass die Auswahl hervorragender Preisträgerinnen und Preisträger nicht auf Neu-Isenburg zurück spiegelte. In den Viten der Sängerinnen und Sänger fanden sich meist nur vereinzelt ein Verweis auf die Neu-Isenburger Förderpreise. Auch eine Anbindung der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger für Konzerte in Neu-Isenburg erfolgte in der Regel nicht. Zum einen sind Preisträgerinnen und Preisträger international engagiert – viele leben nicht in Europa – und terminlich wie örtlich gebunden, zum anderen sind die Gagenkosten für Konzerte hoch. Auch das Interesse der Neu-Isenburger Bevölkerung an den Wettbewerbskonzerten war gering, die Besucherzahlen mit durchschnittlich 150 bis 250 Besuchern niedrig. Ob die Preise für Neu-Isenburg eine imagefördernde Bedeutung haben, ist fraglich. Überregional wird Neu-Isenburg nicht mit der Vergabe der Förderpreise wahrgenommen.

Demgegenüber standen hohe Kosten. Zuletzt wurden für die Wettbewerbskonzerte, die alle fünf Jahre stattfanden, rund 25.000 Euro pro Preis, inklusive der Preisgelder von jeweils 6.000 Euro, im Haushalt eingestellt.   

Der Anny-Schlemm-Preis: Zu Ehren von Kammersängerin Anny Schlemm, Ehrenbürgerin der Stadt Neu-Isenburg, langjähriges und populäres Ensemblemitglied und seit 1999 Ehrenmitglied der Oper Frankfurt, hat ihre Geburtsstadt Neu-Isenburg den mit 6000 Euro dotierten Anny-Schlemm-Preis gestiftet, der 2011 ausgelobt wurde und alle fünf Jahre in Kooperation mit der Oper Frankfurt an eine junge Sängerin verliehen wird. Der Preis ist als Förderpreis konzipiert und ermöglicht der Gewinnerin, im Rahmen des Opernstudios der Oper Frankfurt, eine Praxisausbildung auf höchstem Niveau.

Der Franz-Völker-Preis: Seit 1989 vergibt Neu-Isenburg, die Heimatstadt Franz Völkers, im Fünf-Jahres-Rhythmus den Franz-Völker-Preis. Kooperationspartner bei der Vergabe ist seit 2014 das Staatstheater Mainz. Auf den Gewinner wartet nicht nur das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro, sondern auch ein Engagement. Je nach Veranlagung der Stimme kann dies eine Partie in einer Opernproduktion am Staatstheater Mainz oder ein Engagement in einer Konzertproduktion mit dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz sein.

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