Stadt Neu Isenburg

Stadt Neu-Isenburg

Leichter Abwärtstrend bei Treibhausgas-Emissionen in Neu-Isenburg

Bilanz des Klimaschutzmanagements 2016-2019

Seit der Einführung eines Klimaschutzmanagements im Jahr 2016 sind in Neu-Isenburg die Emission von schädlichem Treibhausgas (THG) um 2,6 Prozent zurückgegangen, die Pro-Kopf-Emissionen um 4,6 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Klimabilanz 2019, die im Rahmen des Integrierten Klimaschutzmanagements nun alle drei Jahre aufgestellt wird. Dabei werden die Energieverbräuche und THG-Emissionen nach verschiedenen Sektoren (z. B. Private Haushalte, Gewerbe, Industrie) und Energieträgern (z. B. Öl, Gas, Strom) ermittelt. Neben Kohlenstoffdioxid werden auch andere Treibhausgase, die in Tonnen CO2-Äquivalent (kurz t CO2-eq) berechnet werden, bilanziert.

Rückwirkend für das Jahr 2016 hat die Stadt Neu-Isenburg eine BISKO-konforme (BIlanzierungsSystematik KOmmunal) THG-Bilanz erarbeitet. Die Emissionen entsprachen 373.008 t CO2eq, rund 9,58 t CO2eq pro Kopf. Gemäß der Fortschreibung der Treibhausgasbilanzierung wurden im Jahr 2019 in Neu-Isenburg 363.267 t CO2eq (2,6 %) weniger THG emittiert. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Ausstoß von 9,18 t CO2eq und einen Rückgang um 0,4 Tonnen (4,2 Prozent) in den letzten drei Jahren.

2019 entfielen 34,2 % der THG-Emissionen auf die Haushalte und 29,8 % auf den Bereich Wirtschaft. Hauptemittent ist mit 36,0 % der Verkehr.

Mit Blick auf die Sektoren, ist die stärkste Verminderung (- 7,4 %) bei den Haushalten festzustellen. Im Sektor Wirtschaft nahm der Ausstoß an Treibhausgasemissionen um 2,6 % ab. Die Emissionen im Verkehr stiegen um 2,4 %. „Dem Verkehrssektor kommt deshalb im Rahmen des Klimaschutzes eine besondere Bedeutung zu“, erläutert Dirk Wölfing, Dezernent für Klima- und Umweltschutz, Natur, Energiewende.

Ein wesentlicher Baustein, um das Ziel der Treibhausneutralität bis 2045 zu erreichen, ist das Klimaschutzmanagement. Zur Koordinierung der Maßnahmen wurde 2021 die Stelle des Klimaschutzmanagers bzw.  der Klimaschutzmanagerin geschaffen. Sie wurde zu 65 Prozent gefördert. In der letzten Stadtverordnetenversammlung (24. Mai), wurde beschlossen, bei der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) einen Anschluss-Förderantrag für die Jahre 2024 bis Ende 2025 zu stellen, obwohl die Förderquote nur noch 40 Prozent beträgt. Die Gesamtkosten der Stadt Neu-Isenburg liegen bei 176.256,75 Euro, der Eigenanteil der Stadt bei 60 Prozent. Bei einem positiven Bescheid würde die Stelle für weitere zwei Jahre, beginnend ab dem 1.1.2024 ausgeschrieben werden. „Gerade auch im Bereich der kommunalen Wärmeplanung entstehen in den nächsten Jahren erhebliche Aufgaben und Beratungsbedarfe, die im Rahmen dieser Stelle begleitet werden sollen. Darüber hinaus ist ein Schwerpunkt des Aufgabengebietes, die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umzusetzen und entsprechende Fördermittel zu akquirieren, damit wir bis 2045 unser Ziel der Treibhausneutralität erreichen“, sagt Dirk Wölfing.

Die aktuelle Stelle der Klimaschutzmanagerin, deren Förderung noch bis Ende des Jahres läuft, ist zurzeit vakant und wird nach Erhalt des positiven Förderbescheids schnellstmöglich ausgeschrieben.

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