Stadt Neu Isenburg

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Renate Werwigk-Schneider liest „Ein bisschen Diktatur gibt es nicht"

Zum Tag der Deutschen Einheit findet auch in diesem Jahr am Samstag, den 03. Oktober, ab 16.00 Uhr in der Hauptstelle der Stadtbibliothek eine Gedenkveranstaltung statt, die sich eindringlich mit der deutsch-deutschen Geschichte vor dem Mauerfall befasst.

Eintritt: 10,- €, ermäßigt 8,- € (Karten ab dem 08.09 in der Hauptstelle der Stadtbibliothek)

Freiheit und Demokratie ist für viele junge Menschen hierzulande selbstverständlich. So selbstverständlich, dass sie gar keine Vorstellung davon haben, was es bedeutet, in einer Diktatur zu leben. Deshalb ist Renate Werwigk-Schneider seit Jahrzehnten als Zeitzeugin tätig. In der DDR verfolgt und verhaftet weiß sie genau, wie sich Diktatur anfühlt. In ihrem neuen Buch „Ein bisschen Diktatur gibt es nicht – Mein Weg aus der Diktatur in die Freiheit“, das 2026 im Neu-Isenburger Westend Verlag erschienen ist, berichtet sie eindrücklich über ihr Leben in der DDR, ihre zwei Fluchtversuche und ihre Inhaftierungen. Sie musste lernen, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist. Aus diesem Grund klärt Werwigk-Schneider über die Methoden der Stasi, die Überwachungen und Bespitzelungen und die fehlende Menschlichkeit des Unrechtsregimes der DDR auf. 

Demokratie ist zerbrechlich, wie es die aktuelle politische Entwicklung, und hier u. a. die Erstarkung der Randparteien, zeigt. Mit ihrem Buch kämpft sie gegen verklärende Ostalgie an und für die Stärkung unserer Demokratie – denn ein bisschen Diktatur gibt es nicht.

Das Gespräch mit der Autorin wird von Holger Klemm moderiert.

In Kooperation mit dem Westend Verlag.

Die Veranstaltung findet im Rahmen von „Frieden im Fokus“ statt.

Über die Autorin

Renate Werwigk-Schneider ist in der DDR aufgewachsen. Nach Fluchtversuchen 1963 und 1967 wurde sie jeweils inhaftiert und erfuhr in den Haftanstalten Hohenschönhausen und Hoheneck die Härte des DDR-Regimes. 1968 gelang der Freikauf durch die Bundesrepublik, und sie arbeitete anschließend als Kinderärztin in West-Berlin. Durch ihr Engagement als Zeitzeugin kämpft die inzwischen über 80-Jährige unermüdlich für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit und möchte insbesondere jungen Menschen die DDR-Geschichte nahebringen.

Über den Moderator

Holger Klemm, geboren in Wiesbaden, ist ein ehemaliger langjähriger Redakteur der Offenbach-Post. Er arbeitet seitdem als freier Mitarbeiter der OP und moderiert gelegentlich öffentliche Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen in der Region. Holger Klemm lebt in Frankfurt am Main. 

 

 

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