Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar wird auch in Neu-Isenburg an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
An zentralen Orten des Gedenkens werden von Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein Kränze niedergelegt. Um 18:00 Uhr vor dem Versöhnungstor des polnischen Künstlers Maksymilian Biskupski, vor der Ev.-Ref. Gemeinde Am Marktplatz und im Anschluss am Rathaus. Außerdem wird am gleichen Tag um 18:30 Uhr im Rathaus die Ausstellung „Frauen in Auschwitz“ von Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner eröffnet.
Ausstellung „Frauen in Auschwitz“ im Rathaus – Goetheschule Neu-Isenburg zeigt Ergebnisse ihrer Studienfahrt
Die Ausstellung „Frauen in Auschwitz“ entstand im Rahmen der Studienfahrt der Goetheschule Neu-Isenburg nach Auschwitz vom 21. bis 26. Juni 2025, die bereits zum siebten Mal in Kooperation mit der Stadt Neu-Isenburg durchgeführt wurde.
Die Ausstellung zeigt in Bildern und Texten, welche Eindrücke die Schülerinnen und Schüler der AG „Erinnern und Gedenken“ gewonnen haben und an die nächste Generation weitergeben möchten.
Die 19 Jugendlichen des Jahrgangs 11 setzten sich ein Jahr lang intensiv mit dem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte auseinander. Vor Ort besuchten sie das Stammlager 1 und das Lager Auschwitz-Birkenau. An der sogenannten Todesmauer legten sie ein Blumengesteck nieder und verlasen alle Namen der Neu-Isenburger, die nach Auschwitz deportiert und dort getötet wurden.
Zwei Tage verbrachte die Gruppe in Krakau, wo eine Stadtführung durch das historische jüdische Viertel Kazimierz die historischen Spuren jüdischen Lebens eindrücklich vermittelte.
Die Besuche der Lager wurden von drei Workshops begleitet, die den Fokus der Ausstellung – Frauen in Auschwitz – vorbereiteten. Im ersten und zweiten Workshop beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Frauen beziehungsweise Kindern im Konzentrationslager. Der dritte Workshop richtete den Blick auf das Leben der Überlebenden nach Auschwitz. Abendliche Gesprächsrunden halfen, die Eindrücke gemeinsam zu reflektieren.
Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil des Schulprogramms der Goetheschule, das die Jugendlichen über den Unterricht begleitet, sich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen und der Geschehnisse zu gedenken. Seit diesem Jahr wird die AG von den Lehrkräften Michael Langhans und Anne Jockel betreut.
Die Ausstellung „Frauen in Auschwitz“ vermittelt eindrücklich, wie junge Menschen sich mit Geschichte auseinandersetzen, welche Fragen sie bewegen und welche Lehren sie daraus ziehen – ein Beitrag, der Erinnerung lebendig hält.
Die Ausstellung ist vom 26. Januar bis zum 6. Februar im Foyer des Rathauses, Hugenottenallee 53, zu sehen. Sie wird von Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner am Dienstag, 27. Januar um 18:30 Uhr, offiziell eröffnet. Die Schülerinnen und Schüler stellen in kurzen Beiträgen ihre Fotos und Eindrücke vom Besuch der Gedenkstätte vor.



