Auch in diesem Jahr feiert die Stadt Neu-Isenburg wieder mehrere Jubiläen zu Ereignissen, die die Stadtgeschichte prägten. Dazu zählen beispielsweise das 30-jährige Bestehen der Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus, das auf den 20. Oktober 1996 datiert wird, oder auch die erste demokratische Kommunalwahl in Neu-Isenburg, die vor 80 Jahren, am 27. Januar 1946, stattfand. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 77,03 Prozent. Ein guter Ansporn mit Blick auf die Kommunalwahl am 15. März 2026. Ein sportliches Jubiläum feiert die Spielvereinigung (SpVgg) 03 Neu-Isenburg: Mit einem 3:2-Sieg gegen den VfB Speldorf schrieb die SpVgg 03 Geschichte. Vor 70 Jahren gewann der Neu-Isenburger Fußballverein die deutsche Amateurmeisterschaft im Fußball am 24. Juni 1956 im Berliner Olympiastadion. Das Stadtarchiv plant dazu im Juni eine Sonderausstellung mit Aufnahmen des Finales aus dem Nachlass des berühmten Frankfurter Sportfotografen Herbert Mehrens, die der Stadt Museum der Eintracht Frankfurt im August 2025 überlassen worden sind.
Auch die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH feiern in diesem Jahr ein großes Ereignis: Vor 100 Jahren wurde das WaldSchwimmbad eröffnet.
Stadtarchivar Andreas Greim und sein Team geben hier einen Überblick über Jubiläen und die geplanten Ausstellungen des Stadtarchivs in diesem Jahr:
80 Jahre Kommunalwahl Hessen – Ausstellung „80 Jahre Stadtverordnetenversammlung“ – Ausstellung April 2026 im Rathaus
1946 fanden die ersten Kommunalwahlen in Hessen statt, gestaffelt von Januar bis Mai. Diese Wahlen waren die ersten demokratischen nach dem Zweiten Weltkrieg unter amerikanischer Besatzung mit hoher Wahlbeteiligung (über 84% bei Gemeinderatswahlen) und einer 15-%-Sperrklausel. Vor 80 Jahren, am 27. Januar 1946, fand die erste demokratische Kommunalwahl in Neu-Isenburg seit 1933 statt. Wahlberechtigt waren 10.636 Wählerinnen und Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,03 % (=8.193). Davon entfielen auf die SPD 4.536 Stimmen (57,07 %), auf die CDU 2.182 Stimmen (27,46 %), auf die KPD 920 Stimmen (11,58 %) und die AP 310 Stimmen (3,89 %). Die Arbeiterpartei (AP) war eine war eine linkssozialistische Partei, deren zentrale Figur der Gewerkschafter Heinrich „Heiner“ Galm war. Sie wurde im Herbst 1945 in Offenbach gegründet und verstand sich als Versuch, die Spaltung der Arbeiterbewegung zu überwinden, insbesondere zwischen SPD, KPD und kleineren linken Gruppierungen.
Anlässlich dieses Jubiläums kuratiert das Stadtarchiv die Ausstellung „80 Jahre Stadtverordnetenversammlung Neu-Isenburg“, die im April 2026 im Foyer des Rathauses zu sehen ist.
Ebenfalls vor 80 Jahren, am 21. März 1946, wird Wilhelm Arnoul (der ältere Bruder von Ludwig Arnoul) für 12 Jahre zum Bürgermeister gewählt und Adolf Bauer zum Ersten Beigeordneten. Wilhelm Arnoul wird am 8. Mai 1947 das Amt des Landrats des Kreises Offenbach übernehmen, Adolf Bauer das Amt des Bürgermeisters von Neu-Isenburg. Wilhelm Zimbrich wird zum Ersten Beigeordneten gewählt.
50 Jahre Fußgängerzone
Am 25. Februar 1976 bewilligt die Stadtverordnetenversammlung die erforderlichen Mittel für den Ausbau der Bahnhofstraße zwischen Frankfurter Straße und Waldstraße als Fußgängerzone, Kosten insgesamt 775.000 DM. Die Fußgängerzone prägt das Zentrum als Einkaufs- und Treffpunkt und markiert den Übergang zu moderner Stadtplanung nach dem Wiederaufbau Neu-Isenburgs in den 1950er und 1960er Jahren. Sie entsteht als Teil des städtischen Umbaus inmitten eines ereignisreichen Jahres: Abriss des „Haus zum Löwen“, Richtfest der wiederaufgebauten Bansa-Mühle (12. April 1976), Richtfest der Hugenottenhalle (30. September 1976), Abschluss der Vorbereitungen zur Eingliederung Zeppelinheims (1. Januar 1977).
Heute bietet die Fußgängerzone eine große gastronomische Vielfalt, Geschäfte, Friseure und vieles mehr. Jeden Samstag lockt der Wochenmarkt mit lokalen und regionalen Erzeugern zum Einkaufen.
Erinnerungsgespräch „German Youth Activities“ – 6. März im Stadtteilzentrum West
Das Stadtarchiv lädt am Freitag, 6. März 2026 ein zu einem Erinnerungsgespräch „German Youth Activities in Neu-Isenburg" anlässlich des 13. „Tag der Archive 2026“ im Stadtteilzentrum West, Kurt-Schumacher-Straße 8. Die "German Youth Activities" (GYA) war eine Organisation, die die US-Militärregierung in der Nachkriegszeit in Deutschland gegründet hatte, um Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu bieten, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und sie in eine demokratische Gesellschaft zu integrieren. Die GYA eröffnete Jugend-Clubs in allen größeren deutschen Städten, die ein breites Angebot an nachschulischen Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten boten, so auch in Neu-Isenburg in der Bahnhofstraße mit Ausflügen, Basteln und Werkeln, Sport und Spiel, Tanz und Theater.
90. Todestag von Bertha Pappenheim und 30 Jahre Seminar- und Gedenkstätte Bertha-Pappenheim-Haus
Am 28. Mai 1936 stirbt Bertha Pappenheim im Alter von 77 Jahren nach längerer Krankheit in Neu-Isenburg, "eine der stärksten Persönlichkeiten des deutschen Judentums" (Leo Baeck). 60 Jahre später, am 20.10.1996, eröffnete der damalige Bürgermeister Oliver Quilling im ehemaligen Haus II des Jüdischen Frauenbund-Heims in der Zeppelinstraße 10, das von Bertha Pappenheim 1907 gegründet wurde, eine Seminar- und Gedenkstätte. Die Gedenkstätte erinnert an das Heim für jüdische Frauen und Mädchen (über 1.500 wurden bis 1936 hier aufgenommen), das 1942 von den Nationalsozialisten endgültig geschlossen und aufgelöst wurde. Das Haus dient seither für Ausstellungen und Seminaren. Die Gründung der Gedächtnisstätte geht zurück auf das Jahr 1991. Damals gründete sich um Ursula Grau die „Bertha-Pappenheim-Initiative“, die sich zum Ziel setzte, das Andenken an Bertha Pappenheim zu pflegen. Die Hauptaktivität der Initiative konzentrierte sich darauf, die Stadt Neu-Isenburg bei der Einrichtung einer Seminar- und Gedenkstätte im früheren Heim des Jüdischen Frauenbundes zu unterstützen.
130 Jahre Höhere Bürgerschule
Die Höhere Bürgerschule in Neu-Isenburg, Vorläuferin des heutigen Goethe-Gymnasiums, wird 1896 gegründet. Mit 46 Schülern startete die erste weiterführende Schule der Stadt im April 1896 im Gasthaus „Schützenhof“. Ein spezifisches Bau- oder Einweihungsdatum für ein Schulgebäude wird in den Quellen nicht genannt. 1957 wurde die Schule zum Gymnasium umgewandelt und erhielt den Namen Goetheschule. Das alte Gebäude in der Hugenottenallee 82 wurde bis 1978 genutzt.
60 Jahre Schule im Buchenbusch
Die Schule im Buchenbusch wird in den Jahren 1966 bis 1968 errichtet. Das Gebäude entsteht in der Amtszeit von Alt-Bürgermeister Ludwig Arnoul als Teil eines Schulbauprogramms zwischen 1966 und 1968. Die Eröffnung erfolgte zum Schuljahresbeginn 1969.
70 Jahre Volksschule am Wilhelmsplatz
Am 8. Dezember 1956 wurde der Grundstein für die Volksschule am Wilhelmsplatz gelegt.
60 Jahre Sportpark Alicestraße – Ausstellung im Juni 2026
Am 10. Juni 1966 wird der Sportpark Alicestraße von Bürgermeister Ludwig Arnoul als moderne Sportanlage für die wachsende Stadt mit Fußballplatz, Sporthalle und Umkleideanlagen eröffnet. Heute ist der Sportpark Alicestraße im Westen der Stadt der größte Sport- und Freizeitbereich der Stadt. Im Stadion finden bei besonderen Sport- oder Musikveranstaltungen bis zu 15.000 Menschen Platz.
Zwischen 1969 und 1994 hat die Stadt Neu-Isenburg das gesamte Areal im Sportpark Alicestraße (inklusive der Freiflächen und dem Schwimmbad, 190.095 Quadratmeter) von verschiedenen Eigentümern wie Hessen Forst für eine Gesamtsumme von rund 1,56 Mio. Euro angekauft.
Im Sportpark trainieren regelmäßig die Fußballmannschaften der SpVgg 03 sowie Hobbymannschaften, die Leichtathleten des TV 1861 e.V., das Radteam Neu-Isenburg, der Schwimmclub, die Rasenkraftsportler, die Cricketabteilung des ASC und im Sommer die DFB-Talentförderung. Es finden Fußballspiele, Turniere und Meisterschaften sowie Schulsport-Veranstaltungen statt.
Das Stadion wurde zwischen den Jahren 2000 und 2002 mit einer Kunststoffbahn und weiteren Kunststoffsegmenten ausgestattet. Eine neue Flutlichtanlage verhilft dem Stadion zu Regionalligareife.
Rund um das Stadion liegen drei Großfeldrasenplätze (zwischen 5.418 und 7.420 Quadratmetern), die in den 80-er Jahren angelegt wurden. Zwei Kleinfeldrasenplätze (Baujahr 1987) und zwei Großfeldkunstrasenplätze (97 x 67 Meter, Baujahr 2007 und Baujahr 2023) mit Flutlicht bieten Fußballern, Hobbykickern, Leichtathleten oder Betriebssportlern zusätzliche Trainingsmöglichkeiten.
Darüber hinaus gibt es im Sportpark einen Spielplatz, 2 Kunststoff-Laufbahnen, ein Beach-Volleyball-Feld, eine Streethockeyanlage mit Basketballkörben, eine Halfpipe, Tischtennisplatten, 1 Teqballplatte, 1 Boulefeld, 1 Sportbox, einen Hammerwurfplatz mit Steinstoßanlage (Baujahr 1973, erweitert 2007 und 2011, 4000 Quadratmeter) sowie seit 2011 den Mehrgenerationen-Bewegungspark, der im Rahmen des Projektes soziale Stadt errichtet wurde.
Direkt neben dem Sportpark befinden sich das Freibad und das Hallenbad.
Die Sportparkhalle stammt aus dem Jahr 1971 (Drei-Felder-Halle, 42,50 x 25,15, Deckenhöhe 9 Meter) und wird für Schulsport, Hallensportarten, Fußball, Betriebssport oder Leichtathletik genutzt. Sie verfügt über einen Kraftraum, ein Foyer mit Küche und Kiosk sowie eine Tribüne mit 240 Sitzplätzen und 100 Stehplätzen.
Mit Mitteln aus dem Projekt „Soziale Stadt“ wurde 2014 eine multifunktionale Freizeit- und Sporthalle, ebenfalls mit 3 Feldern, einer Küche und einem Gymnastikraum, gebaut, die neben Sport- auch für Kultur-Veranstaltungen genutzt werden kann.
Das Stadtarchiv plant hierzu im Juni eine Ausstellung mit Fotografien zur Eröffnung des Sportparks.
70 Jahre Pokalgewinn Spielvereinigung 03 – Sonderausstellung 8. - 30. Juni 2026 im Rathaus
Die Spielvereinigung (SpVgg.) 03 Neu-Isenburg gewann vor 70 Jahren die deutsche Amateurmeisterschaft im Fußball mit einem 3:2-Finalsieg gegen den VfB Speldorf. Das Endspiel fand am 10. Juni 1956 im Berliner Olympiastadion statt. Das Stadtarchiv zeigt dazu eine Sonderausstellung im Rathaus-Foyer mit Aufnahmen des Finales aus dem Nachlass des berühmten Frankfurter Sportfotografen Herbert Mehrens, die der Stadt Museum der Eintracht Frankfurt im August 2025 überlassen worden sind.
100 Jahre WaldSchwimmbad
Vor 100 Jahren wurde das Waldschwimmbad am Samstag, 26. Juni, und Sonntag, 27. Juni 1926, eingeweiht. Das Waldschwimmbad-Restaurant eröffnet erst ein Jahr später, am Freitag, 1. Juli 1927. Ein Verein, der das Schwimmbad regelmäßig nutzt, ist der „Schwimmclub Neu-Isenburg“ (SCN). Er feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Vereinsjubiläum (gegründet 14. bis 16. August 1956).
150 Jahre Katholische Kirche in Neu-Isenburg
Die erste katholische Kirche in Neu-Isenburg wurde vor 150 Jahren, am 6. August 1876, eingeweiht. Die kleine neugotische Notkirche entstand nach der Gründung der Pfarrkuratie Neu-Isenburg und Sprendlingen am 7. Mai 1875 durch das Bistum Mainz. Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler von Mainz vollzog die Weihe zu Ehren des Heiligen Josef. Der Nachfolgebau ist die am 23. Oktober 1911 eingeweihte neuromanische St. Josef-Kirche.
70 Jahre Neuapostolische Kirche
Vor 70 Jahren, am 17. August 1956, wurde das Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche (NAK) in der Körnerstraße 20 (Ecke Gartenstraße) eingeweiht.
30. Todestag von Altbürgermeister und Ehrenbürger Robert Maier (1931–1996) – Ausstellung 9.-30. Oktober 2026 im Rathaus
Geboren am 14. März 1931 in Frankfurt am Main, am 11. Oktober 1996 in Neu-Isenburg gestorben.
Robert Maier schied mit Ablauf des 31. März 1996 infolge Erreichens der Altersgrenze aus dem Amt des Bürgermeisters der Stadt Neu-Isenburg aus. Am gleichen Tag wurde ihm die Ehrenbürgerwürde verliehen. Seine Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Neu- Isenburg begann am 1. Juli 1990. Mit seiner Tätigkeit als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung seit 1. November 1972 wirkte Robert Maier nahezu 24 Jahre kommunalpolitisch für die Stadt Neu-Isenburg. Am 16. April 1977 wurde Robert Maier erstmals zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt. 1981, 1985 und 1989 wurde er jeweils erneut zum Vorsitzenden des kommunalen Parlaments gewählt.
Robert Maier hat in den langen Jahren seiner kommunalpolitischen Tätigkeit entscheidend an der Entwicklung der Stadt mitgewirkt. Das Amt des Stadtverordnetenvorstehers übte er objektiv und neutral aus und entwickelte eine allseits anerkannte politische Kultur, in deren Rahmen die Stadtverordnetenversammlung die anstehenden Aufgaben sachlich und akzentuiert erfüllte. Das Stadtarchiv gedenkt Robert Maier mit einer Ausstellung im Rathaus-Foyer von Freitag, 9. Oktober 2026 bis Freitag, 30. Oktober 2026.
Durch diese Amtsführung gelang es auch, die besondere Bedeutung und Funktion der Stadtverordnetenversammlung als oberstes, überwachendes Organ der Gemeinde zu stärken und auch nach außen transparent zu gestalten.
Auch an der inhaltlichen Arbeit der Stadtverordnetenversammlung hat Robert Maier prägend mitgewirkt. So hat er wichtigen Anteil an der Erarbeitung der schwierigen Satzungen zur Innenstadterneuerung und der Leitsätze zur Stadtentwicklung. Dank seiner interfraktionellen Integrationsbemühungen gelang es, schwierige Themen so in die Entscheidungsprozesse einzubinden, dass vielfach für die Stadt förderliche Beschlüsse auf einer breiten Ebene möglich waren. Die Entwicklung des komplexen Bebauungsplanes Erlenbachaue wurde wesentlich durch die Erfahrung und Kompetenz Robert Maiers vorangetrieben. Ebenso gilt dies für eine Fülle von Entscheidungen zur Verbesserung der Infrastruktur unserer Stadt. Sein besonderes Engagement für die Förderung des Europagedankens war ein wichtiger Rückhalt und Antrieb für die lebendige Gestaltung und Weiterentwicklung der städtepartnerschaftlichen Beziehungen Neu-Isenburgs, die unter anderem 1990 in der Begründung einer Städtepartnerschaft mit der thüringischen Stadt Weida mündeten. Während seiner Zeit als Bürgermeister der Stadt Neu- Isenburg galt sein besonderes Anliegen dem Ausbau der Wirtschaftsförderung, der Entwicklung eines bürgerschaftlich begleiteten Stadtmarketingkonzeptes als ganzheitliches Handlungskonzept der Stadt, der Weiterentwicklung der Stadtverwaltung zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen und der Neugestaltung des Areals Altes Stadthaus. Durch die breite bürgerschaftliche Einbindung und die Verwirklichung neuer Formen der Verwaltungsorganisation gelang es, dieses Anliegen in einer für unsere Stadt förderlichen Weise zu verwirklichen.
Robert Maier wurde für seine Verdienste um Sozialwohnungsbau, Wirtschaftsförderung und Städtepartnerschaften geehrt. 2018 benannte die Stadt im Neubaugebiet „Im Birkengewann“ eine Straße nach ihm.
Vor 150 Jahren - Neu-Isenburger Anzeigeblatt
1876 erscheint das „Neu-Isenburger Anzeigeblatt“ zum ersten Mal.
90 Jahre Rodung und Baubeginn der Siedlung Zeppelinheim
Der Bau der Luftschiffersiedlung östlich der A5 für das Personal des Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main begann parallel zum Ausbau des Flughafens Rhein-Main (Rodung des Flughafengeländes ab Januar 1934, Eröffnung des Flughafens am 8. Juli 1936). Architekt war Prof. Hans Söder aus Darmstadt mit traditionellen Satteldächern statt Bauhaus-Flachdächern. Die Rodung des Waldgebietes für Zeppelinheim begann 1936. Die ersten Häuser wurden bereits 1937 bezogen (78 Einheiten für 90 Familien). Die offizielle Gemeindegründung erfolgte am 31. Dezember 1937.
20 Jahre Stadtquartier West
Neu-Isenburgs Stadtquartier West wurde 2005 in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ des Landes Hessen aufgenommen. Das Quartier erhielt Fördermittel von 2005 bis 2016 für soziale, städtebauliche und infrastrukturelle Maßnahmen zur Stabilisierung des innenstadtnahen Wohngebiets. Grundlage war ein integriertes Handlungskonzept, das im September 2006 fertiggestellt wurde. Das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ unterstützt seit 1999 strukturschwache Gebiete. Neu-Isenburg profitierte von fast 15 Mio. Euro Gesamtkosten für Investitionen und nicht-investive Projekte. Neuere Programme wie „Stadtumbau“ (ab 2017) folgten separat.
10 Jahre Birkengewann
Die GEWOBAU Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH Neu-Isenburg errichtete im Neubaugebiet „Im Birkengewann“ seit 2016 insgesamt rund 200 Mietwohnungen und 24 Reihenhäuser in mehreren Bauphasen. Die barrierearmen Wohnungen (z. B. 72 Einheiten mit 6.100 m² Wohnfläche) zielen auf junge Familien und Senioren ab, mit hochwertiger Ausstattung wie Parkettböden, Fußbodenheizung und barrierefreiem Zugang. Projekte wie „Isenburger Höfe“, ein modernes Wohnprojekt der GEWOBAU für 74 Eigentumswohnungen in fünfgeschossigen Mehrfamilienhäusern, ergänzen das Angebot für bis zu 1.300 Bewohner. Die viergeschossigen Gebäude nach Plänen des Architekten Karl Dudler bieten 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen (63–144 m²) mit Balkonen, Terrassen und Ausblick ins Landschaftsschutzgebiet. Im November 2025 genehmigte die Stadt Refinanzierung von Ausgleichsmaßnahmen (2,1 Mio. Euro).







