Vom 17. bis 19. Juni reisten 13 Mitglieder des Jugendforums Neu-Isenburg gemeinsam mit ihren Begleitpersonen Silke Amrein, Monika Sokolowski und Erhan Dogan nach Berlin. Ziel der politischen Bildungsfahrt war es, politische Entscheidungsprozesse hautnah zu erleben und mit politischen Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
Der Höhepunkt der Reise war der Besuch des Deutschen Bundestages am Freitag auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Björn Simon (CDU/CSU). Nach einem informativen Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, in einem rund einstündigen Gespräch mit Christoph Schmid, Referent von Björn Simon, ihre zuvor erarbeiteten Fragen zu stellen. Im Anschluss besuchte die Gruppe die Kuppel des Reichstagsgebäudes und genoss den Ausblick über die Hauptstadt. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen im Bundestagsrestaurant, bevor es mit dem Zug zurück nach Neu-Isenburg ging.
„Besonders beeindruckend ist es, die Politik so nah zu erleben und die Einzelheiten des Bundestages besser kennenzulernen“, erklärt Christian Adam, Vorsitzender des Jugendforums Neu-Isenburg.
Neben dem Besuch des Bundestages standen auch verschiedene Workshops auf dem Programm. Dabei erarbeiteten die Jugendlichen Themenschwerpunkte für die aktuelle Legislaturperiode und ordneten diese nach deren Nutzen und Aufwand ein. Die Ideen reichten von weiteren Sportangeboten im Calisthenics- und Kraftsportbereich über öffentliche Trinkwasserstellen bis hin zu einem Kreativitätscafé für Jugendliche und überdachte Treffpunkte in der Öffentlichkeit. In den nächsten Monaten wird das Kernteam diese Ideen konkretisieren.
Darüber hinaus erarbeiteten die Jugendlichen in einem Workshop relevante Perspektiven junger Menschen für die Jugendschutzkonzepte der städtischen Jugendeinrichtungen. Einstimmig hatte das Jugendforum dafür abgestimmt, sich in dieser Form an der Erstellung der Schutzkonzepte zu beteiligen. Die Durchführung des Workshops im Rahmen der Berlinfahrt ermöglichte eine emotionale Entlastung der Jugendlichen abseits des Alltags und schaffte einen „Blick von außen“ auf die heimischen Strukturen. Darüber hinaus handelt es sich bei Schutzkonzepten und persönlichen Sicherheitsrisiken um ein hochsensibles Thema, das zwingend in einer vertrauten Gruppe und einer geschützten Atmosphäre thematisiert werden muss. Um die Bearbeitung innerhalb der Berlinfahrt zu ermöglichen, unterstütze der Kreis Offenbach das Vorhaben durch die Landesfördermittel „Jugend er-leben“ in Höhe von bis zu 1.500 €.
Zudem erkundete die Gruppe bei einem langen Spaziergang die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Für eine unterhaltsame Stadtführung sorgten die beiden Vorsitzenden des Jugendforums. „Vor allem das ARD-Hauptstadtstudio war ein besonderer Fund der beiden“, berichtet Monika Sokolowski mit einem Schmunzeln, da es sich nicht an der von den Vorsitzenden erwarteten Stelle befand. Bei einer Bootsfahrt konnten darüber hinaus weitere Sehenswürdigkeiten entdeckt und die müden Füße vorübergehend ausgeruht werden.
„Die Exkursion stärkte sowohl unsere Wahrnehmung der Politik als auch unsere Gemeinschaft“, fasst Jugendforumsmitglied Nikita Zimmermann die Reise zusammen.
Pressemitteilung: Christian Adam und Leander Harles für das Kernteam -


