Stadt Neu Isenburg

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Infostand zur Neugestaltung des Marktplatzes im Alten Ort

Vorentwurf wird am 31. Oktober auf dem Wochenmarkt vorgestellt

Über den aktuellen Planungsstand zur Neugestaltung des Marktplatzes informiert die Stadt Neu-Isenburg am Samstag, 31. Oktober, von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr, an einem Infostand auf dem Wochenmarkt in der Fußgängerzone/Bahnhofstraße. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können vor Ort mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Neben Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein, der Stadtplanung, der Wirtschaftsförderung und dem Citymanagement der Stadt Neu-Isenburg wird auch der Landschaftsarchitekt Toni Trüper anwesend sein. Er wird den möglichen Gestaltungsentwurf erläutern, den das beauftragte Planungsbüro Trüper Gondesen  TGP Landschaftsarchitekten erarbeitet hat.

„Der Entwurf greift die historische Bedeutung des Platzes auf und schafft durch gezielte Ergänzung von Begrünung und Ausstattungselementen einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Der Magistrat hat diesen Vorentwurf der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Wenn die Stadtverordnetenversammlung zustimmt, bildet der Vorentwurf die Grundlage für die weiteren Planungsphasen und dient dazu, die Kosten für die Umsetzung zu ermitteln“, erläutert Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein die weitere Vorgehensweise.

Entwurf Alter Ort
Entwurf Neugestaltung Alter Ort am Marktplatz

Aktueller Planungsstand

Nach vielen Überlegungen, umfangreichen Untersuchungen und Bürgerbeteiligungen zur zukünftigen Gestaltung des Marktplatzes im Alten Ort wurde von der Stadtverordnetenversammlung bereits am 29. August 2023 (DS 19/1218) beschlossen, die Umgestaltung des Platzes mit neuem Pflasteraufbau, Möblierung und Bepflanzung weiterzuverfolgen. Auch wegen der fehlenden Angebote im Ausschreibungsverfahren, wurde dann am 21. Mai 2025 von der Stadtverordnetenversammlung eine neue Vorgehensweise beschlossen, um die Planungsleistungen auszuschreiben. Für die konkrete Ausarbeitung des Projekts hat die Stadt nach einem Ausschreibungsverfahren Anfang 2026 die Büros TGP Landschaftsarchitekten aus Lübeck, TOPONEO Landschaftsarchitekten aus Burgsinn beauftragt.  

Der Marktplatz soll barrierefrei, grüner und widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels gestaltet und gleichzeitig sein historischer Charakter bewahrt werden. Vorgesehen sind barrierefreie Pflasterungen, Maßnahmen zur Klimaanpassung und zur Verbesserung des Stadtgrüns, neue Sitzgelegenheiten, Abfallbehälter sowie eine zeitgemäße Ausstattung des Platzes. Die bestehende Verkehrsführung soll erhalten bleiben.

Die Maßnahme wird über das Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ gefördert.

Die Umgestaltung der angrenzenden Gassen und Gässchen ist zunächst nicht Bestandteil des Projekts und soll zu einem späteren Zeitpunkt betrachtet werden.

Die zugrunde liegende Gestaltungsidee hat das Planungsbüro in einem Erläuterungsbericht zusammengefasst:   

„Der Entwurf greift die besondere Geschichte und Identität des Ortes auf und entwickelt den Marktplatz zu einem attraktiven, klimaangepassten und vielseitig nutzbaren Stadtraum weiter.  Die historischen Blickachsen bleiben erhalten und stärken den Platz als räumlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt des Alten Orts. Die Erinnerung an das ehemalige Rathaus wird durch die Nachzeichnung seiner historischen Umrisse aus einer Messingspur mit Lichtpunkten sichtbar gemacht und dauerhaft im Stadtraum verankert. Im weiteren Planungsprozess wird die Integration einer Nebeldüse als Verweis auf den historischen Rathausbrunnen geprüft. Als identitätsstiftender Kristallisationspunkt belebt sie die Platzmitte und verbessert durch Verdunstungskälte zugleich das Mikroklima sowie die Aufenthaltsqualität an heißen Sommertagen.

Die großzügige Platzmitte bleibt bewusst frei von größeren Einbauten und bietet damit Raum für Märkte, Veranstaltungen, Feste und das alltägliche Stadtleben. Gleichzeitig wird der gesamte Platz stufenlos und barrierefrei ausgebildet. Ohne Höhenversätze entstehen vielfältige Wegebeziehungen, die eine freie Querung des Platzes in alle Richtungen ermöglichen und den Marktplatz als offenen Stadtraum erlebbar machen. Der motorisierte Verkehr bleibt grundsätzlich in seiner jetzigen Form erhalten, spielt jedoch gegenüber der Aufenthalts- und Nutzungsfunktion des Platzes eine deutlich untergeordnete Rolle.

Prägend für den Platz sind der äußere und innere Baumring. Im äußeren Baumring werden die gesunden Bestandsbäume erhalten und durch gezielte Ersatz- und Neupflanzungen ergänzt. Die Platanen um die Platzmitte sind erhaltenswert. Durch einen behutsamen Kronenschnitt entwickeln sich die Platanen langfristig zu einem zusammenhängenden Baumdach, das den Platz räumlich fasst und angenehme Aufenthaltsbereiche mit natürlicher Verschattung schafft. Neue Staudenpflanzungen stärken die ökologische Qualität des Platzes und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas.

Die Randbereiche des Marktplatzes werden als multifunktionaler Nutzungsstreifen ausgebildet. Hier bündeln sich die unterschiedlichen Angebote des städtischen Lebens: Fußgängerbewegungen, Sitzbänke, Fahrradstellplätze, Trinkbrunnen sowie

Außengastronomie ergänzen sich zu einem lebendigen Stadtraum. Neben kommerziellen Aufenthaltsangeboten der Gastronomie entstehen bewusst auch konsumfreie Aufenthaltsorte mit Sitzgelegenheiten unter den Bäumen. So bietet der Marktplatz gleichermaßen Raum für Begegnung, Erholung, Kommunikation und das alltägliche Verweilen. Mit einer klaren Orientierung am historischen Stadtgrundriss und einer robusten, nachhaltigen Gestaltung entsteht ein Marktplatz, der Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet.

Der Vorentwurf stärkt den Alten Ort als identitätsstiftende Mitte von Neu-Isenburg und schafft einen attraktiven Stadtplatz für Bewohnerinnen und Bewohner, Besucherinnen und Besucher sowie das gesellschaftliche Leben der Stadt.“

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