Stadt Neu Isenburg

Musik | Vorträge & Lesungen

"Ich wand're durch Theresienstadt..."

Musikalische Lesung mit Roman Knižka, OPUS 45 und der Holocaust-Überlebenden Edith Erbrich

Anmeldungbertha.pappenheim.haus@stadt-neu-isenburg.de oder 06102 241 -754 / -755

"Ich wand're durch Theresienstadt..."

Was bleibt von einem Menschen, wenn ihm Freiheit, Heimat und schließlich der eigene Name genommen werden?
In „Ich wand’re durch Theresienstadt …“ verbinden Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 Literatur und Musik zu einer eindringlichen Annäherung an das Ghetto Theresienstadt. Für ihre gemeinsame Arbeit wurden Roman Knižka und OPUS 45 im Jahr 2025 mit dem Hans-Frankenthal-Preis der Stiftung Auschwitz-Komitee ausgezeichnet.
Roman Knižka liest Erinnerungen von Überlebenden sowie Gedichte und Texte von Kindern und Jugendlichen, die in Theresienstadt inhaftiert waren. Dazwischen erklingen Werke von Pavel Haas, Hans Krása, Viktor Ullmann und Gideon Klein – Musik von Komponisten, deren Leben und Schaffen durch Verfolgung, Deportation und den Holocaust geprägt wurden. OPUS 45 vereint Musiker*innen unter anderem der Hamburgischen Staatsoper, der Dresdner Philharmonie, der Staatskapelle Berlin und des Beethoven Orchester Bonn.
Zu einer ganz besonderen Begegnung wird der Abend durch Edith Erbrich. Als Siebenjährige wurde sie im Februar 1945 gemeinsam mit ihrem Vater und ihrer Schwester nach Theresienstadt deportiert. Heute gehört sie zu den eindrucksvollsten Zeitzeuginnen der nationalsozialistischen Verfolgung und setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, ihre Geschichte gerade an junge Menschen weiterzugeben. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit dem Kulturpreis der Stadt Langen und 2026 mit der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet.
Im Anschluss an die musikalische Lesung erzählt Edith Erbrich im persönlichen Zeitzeugengespräch von ihrer Kindheit, der Deportation und ihrem Leben nach der Befreiung. Moderiert wird das Gespräch von Kathrin Liebhäuser, Dramaturgin und Autorin des Programms.
Der Abend verbindet Musik, Literatur und persönliche Erinnerung – und macht Geschichte dort unmittelbar, wo kein Geschichtsbuch sie ersetzen kann: in der Begegnung mit einem Menschen, der sie selbst erlebt hat.

Ermöglicht wird der Abend durch die Förderung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.
Eine Kooperation der Stadtbibliothek Neu-Isenburg und der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim

OPUS45
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