Stadt Neu Isenburg

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Bilanz der Stiftung Altenhilfe Neu-Isenburg 2022

Die Stiftung Altenhilfe hat im vergangenen Jahr rund 32.000 Euro ausgegeben. 20.000 Euro für die Betreuung von älteren, einsamen und hilfebedürftigen Menschen in Neu-Isenburg. Es sind fünf Helferinnen auf 450 Euro Basis angestellt, die Besuchsdienste machen, beim Einkauf helfen, Behörden- oder Arztbesuche begleiten, im Haushalt helfen oder einfach nur Gesellschaft leisten.

Etwa 10.000 Euro wurden für das Projekt "Niemand wird vergessen", das seit 2018 besteht, für einen Helferkreis für Demenzkranke ausgegeben. Demenzkranke müssen meistens 24 Stunden pro Tag gepflegt und betreut werden, entweder zu Hause oder in einem der 4 Neu-Isenburger Pflegeheime: Haus an den Platanen, Haus an der Königsheide, Haus am Erlenbach und Seniorenpflegeheim Domizil. Das Haus an der Königsheide ist eine Spezialeinrichtung für Demenzkranke.

Dr. Birck, der Vorsitzende der Stiftung, erklärt: "Seit Jahren nimmt die Zahl der Demenzkranken zu. Während am Anfang der Erkrankung noch Umwelt und eigene Persönlichkeit erkannt werden, nimmt die Isolierung der Kranken im weiteren Verlauf zu, so dass sie dann in einer eigenen, sozusagen parallelen, Welt leben."

Um den Zeitpunkt der Isolierung möglichst weit hinauszuschieben, hat die Stiftung Altenhilfe im vergangenen Jahr 8 Betreuerinnen und 2 Betreuer engagiert, die 15 Demenzkranke wöchentlich besuchen, um einen möglichst intensiven Kontakt mit ihnen zu haben. Die ehrenamtlich Tätigen, die für das Projekt „Niemand wird vergessen“ tätig sind, unterhalten sich mit den dementiell Erkrankten, hören ihnen zu, spielen mit ihnen, machen mit ihnen Spaziergänge, besuchen ein Cafe oder das Isenburgzentrum. Zeit, die im normalen Pflegealltag fehlt. Es werden sowohl Privatwohnende als auch Heimbewohnende betreut, einzeln oder in Gruppen. Monatlich wurden ca. 100 Betreuungsstunden geleistet. Die Betreuer und Betreuerinnen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 10 Euro pro Stunde, d.h. 1000 Euro im Monat, wurden hierfür insgesamt ausgegeben.

Die Betreuung und fachliche Koordination der Betreuer und Betreuerinnen erfolgt durch die Sozialarbeiterin Ursula Doebert vom städtischen Fachbereich Soziales, die das Projekt „Niemand wird vergessen“ leitet. Sie stellt fest: "Wir suchen Helfer und Helferinnen, die Lust und die Bereitschaft haben, zu Menschen, die an Demenz erkrankt sind, eine Beziehung aufzubauen und sie dann kontinuierlich eine Zeit lang zu begleiten und zu betreuen. Gefragt ist ebenso der Wille, sich im Umgang mit Demenzpatienten "schulen" zu lassen. Auch gute Deutschkenntnisse sind wichtig ebenso wie das Talent zum Zuhören und die Fähigkeit, Fragen zu stellen."

Um die Betreuung der Heimbewohnenden im Haus an der Königsheide zu intensivieren, wurden seit dem letzten Herbst zusätzlich eine Gymnastikstunde, geleitet von einer Physiotherapeutin und eine Musikstunde von einer Musiktherapeutin, vermittelt durch den Leiter der Musikschule Thomas Peter-Horras, gegeben. Weiterhin gibt es etwa alle 4 Wochen Darbietungen von dem Kinder-und Jugendzirkus Wannabe.

Während die Gymnastikstunden durch das Haus an der Königsheide finanziert werden, wird die Arbeit der Musiktherapeutin durch die Stiftung Altenhilfe bezahlt, dafür wurde 2022 ein Betrag von 550 Euro aufgewendet. Die Musiktherapeutin Frau Monika Beller singt mit den Heimbewohnenden gemeinsam, leitet Gespräche und spielt Instrumente.

Da der Zirkus Wannabe dankbar für mehrfache finanzielle Unterstützung durch den Lions Club ist, leistet er bisher seinen Beitrag für die Demenzkranken unentgeltlich, wofür die Stiftung sehr dankbar ist. Es wurden von den Zirkusmitgliedern Kunststücke aufgeführt und Tiere zum Streicheln mitgebracht, z.B. ein Hund und 2 Hühner, was sehr positiv von den Heimbewohnenden angenommen wurde. Fazit: Die Stiftung Altenhilfe ist zu einer unverzichtbaren Hilfe in der Altenbetreuung geworden.

Interessenten, die als Betreuende für dieses Projekt tätig werden wollen, können sich an Frau Ursula Doebert, wenden, Telefon 0151-20271957 oder ursula.doebertstadt-neu-isenburgde.

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