Stadt Neu Isenburg

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„I’ll be back!”

Frösche, Kröten und Molche gehen wieder auf Wanderschaft

Moorfrosch

Das berühmte Filmzitat von Arnold Schwarzenegger in Terminator könnte auch bei unseren Amphibien in aller Munde sein – sie kehren jedes Jahr zu ihrem Geburtsort zurück, aber nicht um zu morden oder zu brandschatzen, sondern um den Erhalt der Art zu sichern.

Die aktuell steigenden Temperaturen waren der Startschuss und einige Kröten sind bereits auf Wanderschaft. Abendliche Temperaturen von 5°-8° Celsius und Regen oder hohe Luftfeuchtigkeit reichen schon aus, damit unsere wechselwarmen Freunde auf Wanderschaft gehen.

Ihre Laichgewässer sind für den zu erwartenden Kriechtier-Ansturm bestens gerüstet, denn hohe Niederschlagsmengen haben dafür gesorgt, dass für die Tiere die richtige Wohlfühlatmosphäre herrscht. Doch der Weg dorthin ist nicht ungefährlich, da die Lurche von Verkehrswegen unbeeindruckt auf ihren angestammten Pfaden wandeln.

Dazu müssen sie den Gravenbruchring westlich der Kleingartenanlage Eichenbühl, den Kastanienweg im Buchenbusch und die L 3117 Richtung Heusenstamm in Höhe der Luderbachbrücke überqueren. An den ersten beiden Stellen dominieren Erdkröten, die aus dem Stadtwald zu den verschiedenen Weihern wandern. Im Kastanienweg konnte im letzten Jahr außerdem eine große Anzahl von Teichmolchen (84) gezählt werden. Im Bereich des Luderbaches suchen hauptsächlich Grasfrösche die im Frühjahr überschwemmte "Müllerwiese" auf.

Auch in Gartenteichen kann man Laichballen von Fröschen oder die markanten Laichschnüre von Erdkröten finden, die bis zu 8.000 Eiern enthalten können. Gartenfreunde sollten sich übrigens darüber freuen. Denn Erdkröten fressen neben anderen Kleintieren auch kleine Schnecken, die sich gerne über das sprießende Gartengemüse hermachen.

Die Amphibienzäune wurden bereits überprüft und werden vom DLB soweit erforderlich ausgebessert. Trotzdem ignorieren einige wagemutigen Amphibien die behördlich empfohlenen Wanderpfade und versuchen auch an gefährlichen Stellen den Gravenbruchring oder die L 3117 zu überqueren.

Für alle Verkehrsteilnehmenden ist auf jeden Fall in den nächsten Wochen Vorsicht geboten. Wegen der steigenden Temperaturen machen sich die Lurche auf den Weg: Generell sollten Auto- und Radfahrer an milden, feuchten Abenden, während der Nacht und in den frühen Morgenstunden mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs sein, um die Lurche nicht unnötig zu gefährden. Dies gilt in Neu-Isenburg vor allem für den Gravenbruchring. Die Amphibien werden dankbar den vorsichtigen Verkehrsteilnehmern zurufen: I’ll be back next year!

Weitere Auskünfte erteilt die städtische Biologin Dr. Ellen Pflug unter der Telefonnummer 06102 / 241-720 sowie per E-Mail.

 

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