Stadt Neu Isenburg

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Geschwindigkeitskonzept für Neu-Isenburg

Die bereits vorliegende Analyse zum Geschwindigkeitskonzept zeigt, dass das Verkehrsnetz in Neu-Isenburg teilweise sehr stark ausgelastet ist. Gleichzeitig sind Bürgerinnen und Bürger insbesondere an den Hauptverkehrsstraßen durch Verkehrslärm belastet. Die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr sind verbesserungswürdig. An einigen Hauptverkehrsstraßen ist die Unfallrate relativ hoch.

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 17. Juni beschlossen, dass auf Grundlage des Geschwindigkeitskonzeptes ein Umsetzungsplan erstellt wird Dieser soll die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden verbessern und die Belastung durch Verkehrslärm und Luftverschmutzung reduzieren. In der Frankfurter Straße Nord ist dies bereits vor zwei Jahren gelungen. Gleichzeitig wird eine Verbesserung des Verkehrsflusses auch durch eine Optimierung der Ampelschaltungen angestrebt.

Auf besonders stark belasteten Hauptverkehrsstraßen werden bereits 2026 neue Geschwindigkeitsregelungen eingeführt werden. In Teilen der Carl-Ulrich-Straße, der Friedhofstraße und der Offenbacher Straße werden Lärmwerte von bis zu 70 Dezibel erreicht. Hier sind auch Anwohnerinnen und Anwohner besonders stark durch Verkehrslärm belastet. Damit liegen sie deutlich über den Werten, bei denen Fachbehörden Handlungsbedarf sehen.

Vorgesehen sind Tempo 30 in der Offenbacher Straße zwischen Frankfurter Straße und Thomas-Reiter-Straße sowie Tempo 30 in den Nachtstunden in Teilen der Carl-Ulrich-Straße und der Friedhofstraße. Die Vorfahrtregelungen bleiben erhalten. Falls notwendig, werden die Ampeln angepasst. Die entsprechenden fachlichen Prüfungen liegen bereits vor.

„Wer an einer stark befahrenen Straße wohnt, erlebt die Belastungen jeden Tag. Mit dem Geschwindigkeitskonzept schaffen wir eine Grundlage, um Lärm zu reduzieren, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit unserer Hauptverkehrsstraßen zu erhalten“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.

Karte 22 des Geschwindigkeitskonzepts
Karte 22 des Geschwindigkeitskonzepts

Die Karte 22 des Geschwindigkeitskonzepts zeigt die vom Gutachter empfohlenen Anpassungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten im Stadtgebiet. Ziel ist es, besonders belastete Wohnbereiche besser vor Verkehrslärm zu schützen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit wichtiger Hauptverkehrsstraßen zu erhalten.

Das Konzept unterscheidet zwischen Gewerbegebieten, Wohngebieten und besonders belasteten innerstädtischen Bereichen. Während auf Hauptverkehrsstraßen in Gewerbegebieten grundsätzlich Tempo 50 bestehen bleiben soll, wird in stark belasteten Wohn- und Mischgebieten überwiegend Tempo 30 angestrebt. Ziel ist es, den Verkehr besser an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Weniger Lärm soll die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner verbessern. Gleichzeitig sollen sichere Verkehrsabläufe gewährleistet bleiben.

Grundlage für das Konzept ist eine umfassende Analyse des Hauptstraßennetzes.

In einem nächsten Schritt wird die Stadt die weiteren Maßnahmen konkretisieren. Darüber hinaus soll geprüft werden, in welchen weiteren Straßen mit überwiegender Wohnbebauung künftig zusätzliche Tempo-30-Regelungen möglich sind.

Neben den Geschwindigkeitsregelungen verfolgt die Stadt weiterhin das Ziel, die Friedhofstraße vom überörtlichen Lkw-Durchgangsverkehr zu entlasten. Neu-Isenburg setzt sich deshalb weiterhin für ein Lkw-Durchfahrtsverbot und eine Verlagerung der Bedarfsumleitungsstrecken der Autobahn BAB 3 ein. Nach Einschätzung der Stadtplanung könnten diese Maßnahmen die Lärm- und Verkehrsbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner zusätzlich deutlich verringern.

„Lärmschutz und Verkehrssicherheit lassen sich nicht allein über Geschwindigkeitsregelungen erreichen. Gerade auf der Friedhofstraße sehen wir zusätzliches Potenzial, wenn es gelingt, den überörtlichen Durchgangsverkehr zu reduzieren“, betont Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.

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