Stadt Neu Isenburg

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Historische Straßennamen bald im Alten Ort sichtbar

Voraussichtlich im Spätsommer wird die Stadt in den Gassen des „Alten Orts“ neue Straßenschilder montieren lassen. Dabei werden unter den offiziellen deutschen Straßennamen Zusatzschilder mit den ursprünglichen französischen Namen angebracht. Die Aktion geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem vergangenen Jahr zurück. Jetzt hat der Ausschuss für Kultur, Sport, Ehrenamt und Vielfalt einem entsprechenden Konzept für die Beschilderung sowie den vorgelegten Musterschildern zugestimmt.  

„Die Abstimmung der historischen französischen Straßennamen war gar nicht so einfach. Nach einer umfassenden Recherche unseres Stadtarchivars existieren keine aussage- und beweiskräftigen historischen Quellen, weder im Stadtarchiv noch in anderen einschlägigen Archiven. So lässt es sich nicht zweifelfrei prüfen, ob die Gassen und Gässchen des Alten Ortes früher tatsächlich jene Namen trugen, die von verschiedenen Seiten für die Beschilderung vorgeschlagen wurden. Umgekehrt existieren auch keine aussage- und beweiskräftigen Quellen, die das Gegenteil beweisen, nämlich dass die Straßen nicht doch so hießen, wie Heimatforschende annehmen“, erläutert Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.

In einem Abstimmungsgespräch mit dem Vorsitzenden des Vereins Pour l’Ysenboursch, dem Stadtarchivar, dem Leiter des Stadtmuseums und den verschiedenen Fachbereichen der Stadtverwaltung ist daher eine gemeinsame Vorschlagsliste erarbeitet worden, die historischen Gegebenheiten Rechnung trägt. Im Einzelnen sieht diese Liste folgende Namen vor:

Löwengasse          Rue de Francfort
Pfarrgasse            Rue d‘Offenbach
Kronengasse        Rue de Sprendlingen
Hirtengasse          Rue du four
Brionsgäßchen    Ruelle Brion
Nollgäßchen         Ruelle Pasquay
Kirchgäßchen      Ruelle du temple
Luftgäßchen         Ruelle Reviol
Marktplatz            Place de la Communauté

Für die Gestaltung der neuen Straßenschilder hat die Stadt unterschiedliche Vorschläge von Fachfirmen eingeholt. Dabei wurde viel Wert daraufgelegt, dass auch das Aussehen der Schilder den historischen Bezug erkennen lässt. Ursprünglich sollten lediglich Zusatzschilder an die bereits vorhandenen Straßenschilder angebracht werden. Da die vorhandenen Straßenschilder teilweise jedoch verblichen sind, hat sich die Stadt entschieden auch diese Schilder auszutauschen. So ergibt sich eine optisch wesentlich ansprechendere Beschilderung. Für die notwendigen 18 Schilder im Alu-Hohlkastenprofil mit eingeschobenen Zusatzschild werden insgesamt rund 2.200 Euro fällig.

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