Stadt Neu Isenburg

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Waschbären - Handlungsempfehlungen für eine friedliche Koexistenz

Der Waschbär breitet sich im Kreis Offenbach vermehrt aus, auch in Neu-Isenburg werden immer wieder Waschbären oder sogar Waschbärfamilien gesichtet. Die nachtaktiven Tiere sind Kulturfolger und kommen sehr gerne in die Stadt. Hier finden sie leicht Nahrung, einen Unterschlupf und werden, anders als im Außenbereich, nicht bejagt. Die Tiere sind schlau, ausdauernd und ausgezeichnete Kletterer. Springen können sie hingegen nicht gut. Um die Konflikte mit der Kleinbärenart zu minimieren und um zu verhindern, dass der Waschbär Ihren Garten interessant findet und daher zum Dauergast werden möchte, helfen folgende Verhaltensregeln und Maßnahmen:

  • Füttern Sie Waschbären IN KEINEM FALL!
  • Hinterlassen Sie keine Nahrungsreste in öffentlichen Abfalleimern (und werfen Sie diese ebenfalls nicht sorglos weg).
  • Sichern sie Ihre Mülltonnen und Komposthaufen zum Beispiel mit schweren Steinen oder Spanngurten.
  • Stellen Sie Mülltonnen nach Möglichkeit mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern und Zweigen entfernt auf.
  • Stellen Sie den Gelben Sack erst am Morgen des Abholtages vor die Tür. 
  • Geben Sie keine Speisereste wie Fleisch, Milchprodukte, Fisch, Obst oder Brot auf den Kompost. Grün- und Gemüseabfälle sind unproblematisch.
  • Offene Komposthaufen sind für Waschbären leicht zugänglich, besser sind hier verschließbare Schnellkomposter. 
  • Entfernen Sie reifes Obst und Beeren und sammeln Sie Fallobst direkt auf.
  • Füttern Sie Ihre Haustiere nicht draußen, oder beseitigen Sie die Reste.
  • Nehmen Sie ebenfalls Vogelfutterstellen am Abend rein, bzw. entfernen Sie jeden Abend nicht verzehrte Reste.
  • Waschbären plündern ebenfalls Vogelnester: wenn Sie ein Vogelhaus aufhängen wollen, achten Sie auf ein Modell mit „Vorbau“. Holzriegel sind für den Waschbären leicht zu öffnen, schließen Sie die Säuberungsklappe besser mit einer Schraube. Ein an einem Ast frei hängendes Vogelhäuschen ist für die Nesträuber schwerer zu erreichen als eines, das an einem Stamm angebracht wird.

Damit den Tieren der Zugang zu Ihrem Haus bzw. Gartenhütte verhindert wird, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Schneiden Sie Bäume und Sträucher, die an oder über das Dach reichen, großzügig zurück.
  • Bringen Sie glatte Blechmanschetten (1 m hoch, 1 m breit) über den Fallrohren der Regenrinne oder auch an Bäumen an.
  • Lassen Sie ein starkes Metallgitter auf dem Schornstein anbringen und verschließen Sie mögliche Einstiege und Öffnungen konsequent mit stabilen Baumaterialien.
  • Verschließen Sie nachts die Katzenklappe oder verwenden Sie ein Sensormodell.

Es ist doch passiert – der Waschbär ist drinnen. Was ist jetzt zu tun?

Die Bejagung von Waschbären im befriedeten Gebiet - also in Städten und auch in Gartenanlagen - ist mit hohen Hürden verbunden und in vielen Fällen auch nicht zielführend: Entnommene Tiere werden im Handumdrehen durch andere Tiere der Population ersetzt. 

Zielführend ist eine Vergrämung durch einen zertifizierten Schädlingsbekämpfer. Sind die Tiere vergrämt, müssen dann wiederum vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung ergriffen werden. 

  

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