Die Stadt Neu-Isenburg wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) erneut mit einem Silber-Zertifikat als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber" ausgezeichnet. Diese Zertifizierung würdigt das besondere Engagement des Arbeitgebers für nachhaltige Mobilität und die gezielte Förderung von fahrradfreundlichen Arbeitsbedingungen.
„Die Stadt Neu-Isenburg hat viele Maßnahmen umgesetzt, die das Fahrradfahren zu einer attraktiven und sicheren Option für den Arbeitsweg machen", erklärt Sara Tsudome, Projektleiterin beim ADFC. „Dieses Engagement kommt nicht nur der Gesundheit der Mitarbeitenden zugute, sondern positioniert sie auch als zukunftsorientierten und verantwortungsbewussten Arbeitgeber."
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein sagt: „2023 haben wir zum ersten Mal das Silber-Zertifikat als erste Kommune im Kreis Offenbach erhalten. Seitdem fördern wir die umweltfreundliche Mobilität unserer Beschäftigten kontinuierlich und haben bereits zahlreiche fahrradfreundliche Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur durchgeführt“.
Um das Fahrradfahren zu fördern, wurden beispielsweise im Rathaus Neu-Isenburg weitere überdachte Fahrrad-Stellplätze, ein Duschraum und Umkleidemöglichkeiten geschaffen. Für kleinere Reparaturen wurde eine Werkstatt eingerichtet. Es stehen Pedelecs zur Verfügung, die rege für Dienstgänge genutzt werden. Um den Umstieg auf das Rad zu unterstützen, erhalten Mitarbeitende einen zinslosen Vorschuss für E-Fahrzeuge von bis zu 2.600 Euro, der dann über die Gehaltsabrechnungen zurückgezahlt wird.
Was zeichnet fahrradfreundliche Arbeitgeber aus?
Fahrradfreundliche Unternehmen entwickeln Ideen und Konzepte zur Radverkehrsförderung, die weit über einfache Fahrradständer hinausgehen. Die ADFC-Zertifizierung berücksichtigt verschiedene Bereiche:
Engagement in nachhaltigen Mobilitätskampagnen: Die aktive Teilnahme an Aktionen wie „Stadtradeln" motiviert Mitarbeitende und stärkt das Engagement für umweltfreundliche Mobilität.
Hochwertige Infrastruktur: Sichere, wettergeschützte Abstellanlagen sowie moderne Umkleide- und Duschmöglichkeiten bieten den nötigen Komfort für Radpendelnde.
Vielfältige Mobilitätsoptionen: Neben der Fahrradförderung unterstützt ein Jobticket nachhaltige Verkehrsmittel.
Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende
Eine durchdachte Mobilitätsstrategie mit dem Fokus auf Radverkehr bringt messbare Vorteile mit sich:
Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiger Baustein moderner Umweltmanagement-Strategien und trägt zur Reduzierung von CO₂-Emissionen sowie Lärm- und Flächenverbrauch bei.
Stärkung der Arbeitgeberattraktivität: Die Zertifizierung signalisiert potenziellen Fachkräften, dass das Wohl der Mitarbeitenden im Unternehmen einen hohen Stellenwert hat.
Gesundheit und Wohlbefinden: Studien belegen, dass regelmäßiges Radfahren sowohl die körperliche als auch die mentale Gesundheit fördert. Mitarbeitende, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, haben durchschnittlich ein Drittel weniger Krankheitstage.
Wirtschaftlichkeit: Fahrradabstellanlagen sind platzsparender und kostengünstiger als PKW-Stellplätze – sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt.
Flexibilität und Lebensqualität: Radfahren ist im städtischen Verkehr oft die schnellste und flexibelste Option. Diese Unabhängigkeit verbessert die Work-Life-Balance und steigert die Zufriedenheit am Arbeitsplatz.
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