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Neu-Isenburg bewirbt sich um Rezertifizierung für „StadtGrün naturnah“

Die Stadt Neu-Isenburg bewirbt sich um die Rezertifizierung des Labels „StadtGrün naturnah“ für die Jahre 2027 bis 2030. Mit der Auszeichnung werden Kommunen gewürdigt, die vorbildliche Maßnahmen im Bereich der naturnahen Gestaltung und Pflege von städtischen Grünflächen sowie in Planungs- und Umweltprozessmaßnahmen umsetzen. 

Seit 2023 ist die Stadt Neu-Isenburg für ihre Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt und zum Klimaschutz mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Bronze zertifiziert. Es wird von dem Verein „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ für jeweils drei Jahre in den Stufen Gold, Silber und Bronze verliehen.   Aktuell haben 81 Kommunen ein „StadtGrün naturnah“ Label. 

In den letzten drei Jahren wurden in Neu-Isenburg verschiedene Maßnahmen für Pflanzen und Tiere umgesetzt. Gemeinsam mit dem NABU, Ortsgruppe Neu-Isenburg, wurden im Bereich des Sickerbeckens Fischer-Lucius sowie der Offenbacher Straße in der Kernstadt 10 Kästen für Siebenschläfer aufgehängt. Die Wechselflorkübel-Bepflanzung wurde reduziert und durch mehrjährige, einheimische Stauden ersetzt. An ausgewählten Standorten wie beispielsweise vor dem Rathaus, werden die Grünflächen extensiver gepflegt, um blütenreiche und insektenfreundliche Lebensräume zu fördern. Für die extensive Wiesenmahd wurde ein Balkenmäher angeschafft, der nach dem Scherenprinzip arbeitet und als besonders insekten- und naturschonend gilt. Mehrere Baumstandorte wie zum Beispiel in der Rathenaustraße und am Bertha-Pappenheim-Platz werden über das Bundesförderprogramm KfW 444 „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ optimiert. Um die biologische Vielfalt im Albert-Einstein-Park zu fördern, wurde ein eigenes Pflegekonzept entwickelt. Außerdem wurden die ausführenden Gärtnerinnen und Gärtner des DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR in der Pflege naturnaher Flächen geschult.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Information und Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger. Dazu wurden beispielsweise vom DLB Natur-Pur-Pins mit QR-Code entwickelt. Gartenbesitzer, Beet- oder Baumpaten finden darüber weiterführende Hinweise und Pflanzenlisten als Download, um im eigenen Garten diese getesteten Pflanzengemeinschaften selbst umzusetzen. Es wurden ausgewählte Höhlenbäume mit Plaketten als Habitatbäume gekennzeichnet, die ebenfalls über einen QR-Code auf die Website des DLB verweisen. Dort wird deren hohe Bedeutung für die Artenvielfalt erklärt. Weiterhin finden regelmäßig Führungen zum Stadtgrün und anderen Umweltthemen statt. Mehr Informationen zum Label „StadtGrün naturnah“ lesen Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab)

„Alle festgelegten Maßnahmen sollen helfen, die Artenvielfalt in Neu-Isenburg zu stabilisieren, und die Bürgerinnen und Bürger für diese Thematik zu sensibilisieren“, sagt Dirk Wölfing, Dezernent für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz und Energiewende.

So bewirbt sich nun die Stadt Neu-Isenburg um eine Rezertifizierung für die Jahre 2027 bis 2030. Dazu wird überprüft, wie erfolgreich sich die Maßnahmen auf die naturnahe Grünflächenpflege und Gestaltung ausgewirkt haben und welche weiteren Schritte folgen sollen. Dazu wird in der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) erneut ein Maßnahmenplan entwickelt. 

Die LAG besteht aus Mitgliedern der Stadt Neu-Isenburg, dem DLB AöR, den Fraktionen des Stadtparlaments, den städtischen Betrieben GEWOBAU und Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH sowie den Naturschutzverbänden NABU, BUND und HGON und dem Bienenzuchtverein Dreieich e.V.. Die Federführung liegt bei der städtischen Biologin Dr. Ellen Pflug und Sylvio Jäckel von der DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR. 

„Biologische Vielfalt ist eine gemeinsame Aufgabe. Ein besonders herzliches Dankeschön geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der lokalen Arbeitsgruppe, die dazu beitragen haben, Flächen, Projekte und Maßnahmen zur Förderung der Stadtnatur einzubringen und Maßnahmen zu entwickeln“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein. 

Die Kosten für die Rezertifizierung für Kommunen unter 100.000 Einwohnerinnen liegen bei 1.904 Euro (Brutto) und stehen im Haushalt bereit

 

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