Historisches Bauschild erinnert an Stadtplaner Alex Weber und die Anfänge des Stadtteils
Anlässlich des 65jährigen Jubiläums von Gravenbruch wurde im vergangenen Jahr eine seniorengerechte Sitzbank eingeweiht, die an den Alex Weber (1910-1991) erinnert. Der Architekt und Stadtplaner war maßgeblich an der Planung und Entwicklung der Wohnstadt Gravenbruch beteiligt. Die Bank steht in der Straße Am Forsthaus Gravenbruch, auf der Höhe des Hauses 47.
Nun greifen die Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH die Geschichte des Stadtteils direkt neben der Bank noch einmal auf: Ein Stromverteilerkasten wurde mit einem historischen Motiv gestaltet, das das Bauschild aus der Entstehungszeit Gravenbruchs zeigt. Die Idee dazu kam von Alexander Webers Töchtern Gabriele Zindel und Margit Wonneberger.
„Gravenbruch ist ein Stadtteil mit einer besonderer Planungsgeschichte. Dass diese Geschichte nun genau dort sichtbar wird, wo sie ihren Anfang nahm, ist eine tolle Idee“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.
Die Planung Gravenbruchs, der „Wohnstadt im Grünen“, für die sich Architekten aus ganz Europa interessierten, ist vermutlich die wichtigste Phase im Werk Alex Webers. 1962 beschrieb Weber seinen Anspruch an die Wohnstadt so: „Ein individuelles Leben im Raum der Großstädte ist nur noch vereinzelt möglich. Deshalb sucht der Mensch mehr denn je der Großstadt zu entfliehen, um die Freizeit, die ihm seine Tätigkeit und sein Beruf noch lassen, in Ruhe, Erholung, Besinnung und zur Sammlung neuer Kraft erleben zu können. Die Wohnstadt Gravenbruch kommt diesen Wünschen weitgehendst entgegen. [...] Spaziergänge, die der Erholung dienen, beginnen bereits vor der Haustür des Wohnhauses.“
Nach dem ersten Spatenstich am 5.12.1960 begann in Gravenbruch die rund zehnjährige Bauzeit. Bis heute prägt Alexander Webers Handschrift die Struktur des Stadtteils.
Über die Kastenkleider der Stadtwerke:
Seit 2017 kleiden die Stadtwerke in Neu-Isenburg die Stromverteilerkästen mit Kastenkleidern ein. Jedes Jahr werden rund 20 Kästen erneuert oder eingekleidet. Die Gestaltung orientiert sich dabei an der jeweiligen Umgebung, sodass sich die Kästen harmonisch in das Straßenbild einfügen. Gleichzeitigt schützt die Stoffhusse vor Witterung, Schmierereien und Beschädigungen. Ergänzt wird das Design oft durch das Maskottchen Isy – als freundlichen Hinweis, dass hier die Stadtwerke am Werk waren. Übrigens: die neuesten Kastenkleider wurden in der Fußgängerzone übergezogen.
Als besonderen Service der Stadtwerke wird Unternehmen angeboten, „ihre“ Stromverteilerkästen individuell zu gestalten. Die Stadtwerke übernehmen dabei auf Wunsch den gesamten Ablauf von der Gestaltung bis zur Montage.
Interessierte Unternehmen können sich für weitere Informationen an marketingswnide wenden.



