Der Stadtverordnetenversammlung wurden die Zwischenergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Fuß- und Radwegequerung am Bahnhof Zeppelinheim vorgelegt. Auch im Ortsbeirat Zeppelinheim wurde das Thema in der Sitzung am 21. Januar ausführlich beraten.
Hessen Mobil plant einen Geh- und Radweg entlang der L 3262 von Dreieich-Buchschlag bis zum Flughafen Frankfurt. In diesem Zusammenhang wird auch untersucht, wie die Querung der Bahntrasse in Zeppelinheim künftig sicherer, fuß- und radverkehrsfreundlich gestaltet und die barrierefreie Erreichbarkeit der Bahnsteige am Bahnhof Zeppelinheim verbessert werden kann.
Insgesamt wurden in der Machbarkeitsstudie, die Hessen Mobil gemeinsam mit der Stadt Neu-Isenburg, dem Kreis Offenbach, dem Regionalverband Frankfurt RheinMain, der Bahn und dem RMV beauftragt hat, 21 Varianten für eine Über- oder Unterführung der Bahntrasse untersucht. Dabei wurde u.a. die technische Umsetzbarkeit, Eingriffe in bestehende Strukturen, Auswirkungen auf angrenzende Waldflächen sowie Kosten und Nutzen abgewogen, gegenübergestellt und bewertet. Zahlreiche Varianten schieden aus, weil sie mit erheblichen Eingriffen in den geschützten Waldbestand verbunden, baurechtlich schwierig oder aus Platzgründen nicht realisierbar wären.
Der Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung die Variante 1.5.3 weiterzuverfolgen, den Neubau einer Rad- und Fußwegbrücke auf Höhe der Unterführung, die dabei weiterhin erhalten bleibt. Die Variante sieht eine geradlinige Überführung mit Rampen entlang der Flughafenstraße vor und ermöglicht eine Querung der Bahntrasse ohne zusätzlichen Eingriff in den Wald. Die vorhandenen Parkflächen können dabei weitestgehend erhalten bleiben.
Um die barrierefreie Erreichbarkeit der Bahnsteige zu erzielen, wurden bei dieser Variante Aufzugsanlagen ergänzt, die von der Brücke direkt auf die Bahnsteige führen. Die vorhandene Unterführung bleibt von der Maßnahme unberührt und kann weiterhin von Personen ohne Einschränkungen genutzt werden. Alle Maßnahmen und Varianten, die mit baulichen Eingriffen im Bereich der Bahntrasse einhergehen, haben aus baurechtlichen und finanziellen Gründen eine sehr geringe Realisierungswahrscheinlichkeit.
Die Kosten in Höhe von grob geschätzten 3,2 Mio. Euro, die bei Variante 1.5.3 die Radwegeführung betreffen, werden im Rahmen des Radwegebaus an der L3262 Hessen Mobil zugeordnet. Die Finanzierung der Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit am Bahnhof, die bei dieser Variante etwa 1,3 Mio. Euro für die Aufzüge betragen, liegt in der Zuständigkeit von Bahn und RMV.
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein sagt: „Unser Ziel bleibt, eine sichere, barrierefreie und umweltverträgliche Lösung für den Bahnhof Zeppelinheim umzusetzen. Wir werden unsere Forderungen auch bei den nächsten Planungsschritten von Hessen Mobil, der Deutschen Bahn sowie dem RMV mit Nachdruck verfolgen“.



