Nach dem zweistündigen Stromausfall am vergangenen Montag in Neu-Isenburg, Gravenbruch und Zeppelinheim, wurden verstärkt Fragen zu den Katastrophenschutz-Leuchttürmen (Kat-Leuchttürme) gestellt. Dabei handelt es sich um festgelegte Anlaufpunkte im Stadtgebiet, die erst im Krisen- oder Katastrophenfall eingerichtet werden. Sie werden nicht vorsorglich oder dauerhaft betrieben. Über die Einrichtung und die personelle Besetzung entscheidet der Krisenstab lageabhängig und im Einzelfall – etwa bei einem Stromausfall über mehrere Stunden hinweg.
Die Standorte werden mit folgendem Symbol gekennzeichnet
Die Piktogramme stehen der Reihenfolge nach für:
- QR-Code: Kreis Offenbach - Bevölkerungsschutz
- Erhalt von Informationen im Katastrophenfall
- Leistung von medizinischer Erster Hilfe
- Verfügbarkeit von Trinkwasser
- Lademöglichkeit von Kleinstgeräten (zum Beispiel Mobiltelefon oder Tablet)
- Wärme
Die Katastrophenschutz-Leuchttürme sind mit allem ausgestattet, um Notrufe abzusetzen. Die Leuchttürme ersetzen keine medizinische Versorgung, sondern sind eine ergänzende Anlaufstelle, die Hilfe alarmieren können. Bei akuten medizinischen Notfällen bleiben die Feuerwehren und Rettungsdienste einsatzfähig.
In Neu-Isenburg können an folgenden Standorten Kat-Leuchttürme eingerichtet werden:
Foyer WaldSchwimmbad, Alicestraße 118, Neu-Isenburg
Hugenottenhalle, Frankfurter Straße 152, Neu-Isenburg
Rathaus, Hugenottenallee 53, Neu-Isenburg
Bürgeramt Gravenbruch, Dreiherrnsteinplatz 4, Gravenbruch
Bürgerhaus Zeppelinheim, Kapitän-Lehmann-Straße 2, Zeppelinheim
Auf dem Werbeturm vor der Hugenottenhalle, Frankfurter Straße 152, werden bei akuten und wichtigen Großereignissen Warnmeldungen eingespielt, die mit Hilfe eines notstromgespeisten Servers auch bei flächendeckendem Stromausfall angezeigt werden können. Der Werbeturm sendet keine Informationen auf andere Empfangsgeräte.
Auch das Infotelefon der Stadt Neu-Isenburg (06102-241-0) wird erst bei einer Gefahrenlage eingerichtet. Ebenso werden die Warnmeldungen auf der Startseite der Homepage der Stadt Neu-Isenburg www.neu-isenburg.de (Öffnet in einem neuen Tab) veröffentlicht.
Der digitale Hörfunk (DAB+) funktioniert grundsätzlich auch bei einem Stromausfall, wenn das Empfangsgerät unabhängig vom Stromnetz betrieben wird und der Senderstandort über eine Notstromversorgung verfügt. Ein flächendeckender und dauerhafter Empfang kann daher nicht bei langanhaltenden Stromausfällen garantiert werden.




