Wenn vom 12. bis 14. Juni 2026 das Altstadtfest die historischen Gassen im Alten Ort belebt, öffnet am Freitag und Samstag mit der „Party um die Ecke“ auch wieder die JugendZone ihre Tore. Jeweils von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr verwandelt sich der Kirchgarten der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Am Marktplatz in einen exklusiven Bereich für 13- bis 20-Jährige. Es ist ein Ort mit besonderer Atmosphäre, an dem bis zu 650 Jugendliche gleichzeitig bei freiem Eintritt auf der Wiese unter Bäumen in die Nacht hineintanzen können.
Um diesen geschützten Rahmen konsequent aufrechtzuerhalten, gelten folgende Regeln für den Zugang und das Miteinander auf dem Gelände:
Der Einlass ist auf die Altersgruppe von 13 bis 20 Jahren begrenzt. Für Besucherinnen und Besucher im Alter von 13 Jahren ist der Aufenthalt auf dem Gelände bis maximal 22:00 Uhr gestattet. Zur Legitimation müssen Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren ihren Schülerausweis oder ein ähnliches Dokument vorlegen. Ab 16 Jahren ist zwingend ein gültiger Original-Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis) erforderlich; Fotos oder Kopien werden nicht akzeptiert. Um die Sicherheit, den Schutz und das Wohlbefinden aller Gäste zu gewährleisten, kann der Einlass ab einer bestimmten Anzahl an Personen vorübergehend gestoppt werden. Der Alkoholausschank erfolgt ausschließlich an über 16-Jährige und ist auf Getränke beschränkt, die laut Jugendschutzgesetz ab diesem Alter zulässig sind. Eine Weitergabe an Jüngere ist untersagt. Zudem ist das Mitbringen von Glas, eigenen Getränken sowie der Konsum und das Mitführen von Cannabis und Lachgas auf dem Gelände verboten.
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein betont die Notwendigkeit dieser klaren Vorgaben: „Dass die Jugendlichen diesen Raum in den vergangenen Jahren so positiv und friedlich für sich beansprucht haben, bestätigt unsere Arbeit. Seit der ersten Durchführung in 2023 wurde die „Party um die Ecke“ von den Jugendlichen in großer Zahl angenommen und als ihre eigene Zone wertgeschätzt. Es ist uns wichtig, ihnen einen eigenen Bereich zu bieten, der Freiheit ermöglicht, aber gleichzeitig durch ein professionelles Sicherheitsnetz geschützt ist.“
Dieser Schutz wird durch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure gewährleistet: Erfahrene Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen der Jugendförderung stehen im „SafeSpace“-Zelt als Ansprechpersonen bereit. Das Zelt dient als geschützter Hafen für alle Jugendlichen, die in Momenten von Unwohlsein oder persönlichen Problemen eine professionelle und vertrauensvolle Unterstützung suchen. Neben der pädagogischen Begleitung setzt der SafeSpace auch auf ganz praktische Hilfe im Partyalltag: Um eine sichere und gesunde Feierkultur zu fördern, werden hier kostenfrei Wasser und Laugenstangen ausgegeben. Zudem verfügt das Zelt über eine Handyladestation, um in „Lade-Notfällen“ sicherzustellen, dass die Jugendlichen für ihre Eltern und Bekannten jederzeit erreichbar bleiben. Durch diese Kombination aus fachlicher Hilfe und niederschwelligen Versorgungsangeboten schafft der SafeSpace eine Atmosphäre der Geborgenheit inmitten des lebhaften Festgeschehens. Zudem wird die Jugendzone durch Security-Kräfte gesichert, während der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes das gesamte Festgelände zur allgemeinen Sicherheit bestreift.
Auch in 2026 übernimmt die aktuelle Q2 der Goetheschule den Ausschank am Getränkestand, um die eigene Abikasse aufzubessern. Der Staffelstab wird hierbei von Jahr zu Jahr zuverlässig an den nächsten Jahrgang weitergegeben. Um sicherzustellen, dass die Veranstaltung den Nerv der Zielgruppe trifft, werden im Vorfeld regelmäßig Jugendliche befragt, wie ihnen die Musik im Vorjahr gefallen hat und ob neue Musikwünsche bestehen. Das Ergebnis dieser Mitbestimmung ist eindeutig: DJ kianard9 konnte im vergangenen Jahr wieder eine breite Masse junger Menschen begeistern und wurde daher erneut gewählt, um die Wiese im Kirchgarten mit seinem Set in eine Open-Air-Bühne zu verwandeln.
Organisiert wird die „Party um die Ecke“ von den Fachbereichen „Jugendförderung und Schulsozialarbeit“ sowie „Stadtbelebung“ der Stadt Neu-Isenburg in Kooperation mit der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Am Marktplatz. Das Konzept, das ursprünglich gemeinsam mit dem Kernteam des Jugendforums entwickelt wurde, um die Wünsche der Jugendlichen aktiv einzubinden, hat sich bewährt und soll die Identifikation der jungen Generation mit dem traditionellen Altstadtfest weiter fördern. Die Realisierung der Jugendzone wird zudem durch die freundliche Unterstützung der Sparkasse Langen-Seligenstadt ermöglicht. Ein besonderer Dank gilt dem Autohaus Tarnow-Stegbauer, dessen Unterstützung für die Nutzung des Fluchtwegs notwendig ist.




