Austausch über Pflege und Unterstützung im Alter
Am vergangenen Mittwoch, 4.März, traf sich im Rathaus wieder das „Netzwerk Lebensqualität im Alter“. Fachleute aus sozialen Einrichtungen, von Pflegeangeboten, Ärzte, Therapeuten und die Stadtverwaltung tauschen sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und Unterstützungsangebote für ältere Menschen aus.
Im Mittelpunkt des letzten Treffens standen zwei Themen: die Palliative Begleitung durch das SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) Team Offenbach sowie neue Möglichkeiten der Tagesbetreuung für junge pflegebedürftige Menschen in Neu-Isenburg. In kurzen Fachbeiträgen gaben die Referentinnen und Referenten Einblick in ihre Arbeit und erläuterten, welche Unterstützung Betroffene und Angehörige in Anspruch nehmen können.
Ilona Dr. Hescher-Jost, Oberärztin im Sana Klinikum Offenbach, stellte die palliative Begleitung durch das SAPV Team Offenbach vor und zeigte auf, wie schwerkranke Menschen auch in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung medizinisch und pflegerisch begleitet werden können. Diese Begleitung soll eine Verbesserung der Lebensqualität durch Prävention und Linderung des Leidens erreichen. Sie ist stets ergebnisoffen und kann bei entsprechender Diagnose und schweren Begleitsymptomen durch eine ärztliche Verordnung angeregt werden. Zudem wurden Aufgaben, Einsatzbereiche und Zugangswege zu diesem Angebot erläutert. Die Beratung erfolgt durch das SAPV-Team. Der Patient steht hier mit seinen Wünschen und Bedürfnissen stets im Mittelpunkt. Zu erreichen ist das SAPV-Team unter Telefon 069-84054673 oder E-Mail palliativteam-sofsanade.
Die neu in Neu-Isenburg eröffnete Tagesbetreuung Schon & Jansen für junge Erwachsene im Alter von 25 bis 65 Jahren wurde von Robert Jansen (Geschäftsführer) und Udo Spieker (Einrichtungsleitung) vorgestellt. Pflegebedürftige, die noch nicht zu den Senioren zählen und nicht nur betreut werden möchten, sondern noch vorhandene Fähigkeiten weiter fördern, die Gemeinschaft mit anderen genießen und aktiv sein möchten, können hier montags bis freitags, gern auch an einzelnen Tagen in die Gruppe kommen. Näheres unter Telefon 0800-3330035 oder
E-Mail infoschon-jansende.
Außerdem stellte Cornelia Mateos, Stabsstelle Demografischer Wandel, ihr Projekt „Zusammen gegen Einsam“ vor. Das Projekt wird für ältere Bürgerinnen und Bürger, die sich mehr Gesellschaft wünschen, aufgebaut und soll Menschen in der Häuslichkeit Zeit schenken. Wichtig sind die Geselligkeit und das Miteinander zum Beispiel mit gemeinsamen Spaziergängen und anderen Aktivitäten. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen, die sich über ein wenig Gesellschaft freuen und Bürgerinnen und Bürger, die sich gern engagieren möchten. Fragen beantwortet Cornelia Mateos 06102-8822611 oder
conny.mateosstadt-neu-isenburgde.
In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Zusammen gegen Einsam“ wird Lilia Sahli (Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge (KISI) Integrationsguide Stadt Neu-Isenburg) ein Spiel- und Sprachcafé initiieren. KISI wird vom Asyl-, Migration- und Integrationsfond (AMIF) von der Europäischen Union finanziert und vom Land Hessen kofinanziert.
Das Angebot richtet sich an Menschen über 50 Jahre mit guten Deutschkenntnissen sowie an Menschen derselben Altersgruppe, die ihre Deutschkenntnisse in einer lockeren und entspannten Atmosphäre anwenden, vertiefen und üben möchten. Das Spiel- und Sprachcafé bietet die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam Spiele zu spielen und sich in ungezwungener Runde auszutauschen.
Ziel des Angebots ist es, eine Begegnungsstätte zu schaffen, die Menschen miteinander verbindet und den interkulturellen Austausch fördert. Dabei stehen Geselligkeit, Fröhlichkeit und ein respektvolles, zwangloses Miteinander im Vordergrund. Durch gemeinsame Aktivitäten und Gespräche sollen Hemmschwellen abgebaut, neue Kontakte geknüpft, Sprache geübt und ein Gefühl von Gemeinschaft gestärkt werden. Kontakt: Telefon 06102 241501, lilia.sahlistadt-neu-isenburgde.
Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe wurde für den Herbst 2026 angekündigt, der genaue Termin wird separat angekündigt.
Fachpersonen, die gerne an den Treffen teilnehmen möchte, können sich gerne an das Amt für Soziales, Telefon 06102 241-500 oder an leben-im-alterstadt-neu-isenburgde wenden.




