Spielerisch mit anderen Menschen ins Gespräch kommen: In Neu-Isenburg startet am Donnerstag, 21. Mai, 15:00 – 17:00 Uhr, im Haus Dr. Bäck, Hugenottenallee 34, ein Spiel- und Sprachcafé für Menschen ab 50 Jahren. Das Angebot wurde von Lilia Sahli (KISI-Projekt Integrationsguide) sowie Cornelia Mateos (Leiterin der Stabsstelle Demografischer Wandel) entwickelt. Es richtet sich an Menschen mit der Muttersprache deutsch sowie an Menschen aus Drittstaaten, die ihre Deutschkenntnisse spielerisch und in gemütlicher Runde anwenden und vertiefen möchten. Hierbei sollen Hemmschwellen abgebaut und der interkulturelle Austausch gefördert werden.
Das Spiel- und Sprachcafé wird vom AMIF-Projekt „KISI“ wird von der Europäischen Union finanziert und vom Land Hessen kofinanziert.
In Neu-Isenburg leben insgesamt 41.546 Einwohner (Stand: 31.12.2025). 21 Prozent der Bevölkerung sind über 65 Jahre alt, 18 Prozent stammen aus sogenannten Drittstaaten, also aus Nicht-EU-Ländern. Viele ältere Menschen leben allein und sehnen sich nach sozialen Kontakten. Einige von ihnen sind in ihrer Mobilität eingeschränkt oder pflegebedürftig. Besonders Alleinstehende und Pflegebedürftige sind von Vereinsamung betroffen. Einsamkeit kann sich auf unterschiedliche Weise äußern – von sozialer Isolation bis hin zu emotionalem Alleinsein – und erhebliche gesundheitliche Folgen haben, etwa Stress, Schlafprobleme oder eine verminderte psychische Belastbarkeit.
Auch Menschen mit Migrationsgeschichte können von Einsamkeit betroffen sein. Zusätzlich erschweren häufig unzureichende Deutschkenntnisse, die mit der individuellen Zuwanderungsgeschichte und den damit verbundenen Lebensumständen zusammenhängen, die soziale Teilhabe. Sprachkurse für ältere Menschen sind rar, und die aktive Nutzung vorhandener Deutschkenntnisse fällt oft schwer – die Hemmschwelle ist hoch.
Hier setzt das Projekt „Spiel- und Sprachcafé an: Das Spiel- und Sprachcafé soll ein Begegnungsort sein, um miteinander ins Gespräch zu kommen, aber auch Freundschaften zu knüpfen. Dabei steht ein respektvolles und zwangloses Miteinander gepaart mit viel Spaß und Geselligkeit im Vordergrund.
„Wir wollen mit dem Angebot der Einsamkeit entgegenwirken und den Spracherwerb zu fördern. Von dem Spiel- und Sprachcafé profitieren alle. Es holt Menschen aus der Einsamkeit heraus und bietet Menschen mit Migrationsgeschichte die Gelegenheit, ihre Deutschkenntnisse aktiv zu nutzen“, sagen Lilia Sahli und Cornelia Mateos. „Das Spiel- und Sprachcafé ist ein Ort, an dem Menschen unkompliziert ins Gespräch kommen und sich gegenseitig stärken können. Gerade im Alter sind solche Angebote entscheidend für Teilhabe und Lebensqualität“, ergänzt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.
Bis zum Ende des Jahres wird dann jeweils am letzten Freitag im Monat, das Spiel- und Sprachcafé angeboten. Für kostenlose Verpflegung ist gesorgt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das nächste Treffen findet am 26. Juni, 15:00 – 17:00 Uhr, statt. Neben spielerischen Angeboten soll das Café durch vereinzelte Vorträge zu Alltagsthemen ergänzt werden.
Weiter Fragen beantworten Lilia Sahli (Integrationsguide) Tel: 06102 241501, lilia.sahlistadt-neu-isenburgde oder Cornelia Mateos (Leitung Stabsstelle Demografischer Wandel) Tel: 06102-8822611, E-Mail: conny.mateosstadt-neu-isenburgde.


