Die Betreuungssituation im Grundschulbereich stellt sich in Neu-Isenburg positiv dar. Bereits vor Inkrafttreten des Ganztagsförderungsgesetzes zum 1.8.2026 mit entsprechendem Rechtsanspruch auf die Schulkindbetreuung am Nachmittag ist ein verlässlicher und bedarfsgerechter Betreuungsrahmen vorhanden, der den Bedürfnissen der Familien entspricht. Die bestehenden Strukturen und Angebote bilden eine solide Grundlage, um den gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Förderung erfolgreich umzusetzen und weiterzuentwickeln. „Wir haben gute Voraussetzungen geschaffen, um auch künftig eine qualitativ hochwertige Betreuung und Förderung der Grundschulkinder sicherzustellen. Wir sind mit unserem Angebot an den Grundschulen führend im Kreis Offenbach“, so Erster Stadtrat Stefan Schmitt.
Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war die organisatorische Neuaufstellung der Schulkindbetreuung. Seit dem 1. Januar 2024 wird die Betreuung an den sechs Neu-Isenburger Grundschulen vollständig durch die Stadt organisiert.
Mit der Neuorganisation endete zugleich die Geschichte der „Neu-Isenburger Kinderbetreuung gGmbH (NIKi gGmbH). Die Gesellschaft wurde jetzt offiziell am 13. April 2026 aus dem Handelsregister gelöscht. Mit diesem formalen Akt endet die Ära einer städtischen Tochtergesellschaft, die über sieben Jahre das Betreuungsangebot der Stadt mitgeprägt hat.
Die NIKi gGmbH wurde 2016 gegründet, um die sechs Fördervereine der Grundschulen als Träger der Schulkindbetreuung und als Arbeitgeber des Betreuungspersonals zu entlasten, aus der Haftung zu nehmen und den Angestellten mehr Planungssicherheit zu geben. Alle damaligen 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Fördervereinen und Betreuungseinrichtungen wurden in die neue gGmbH übergeleitet.
Die NIKi gGmbH kümmerte sich über mehrere Jahre um alle personellen, administrativen und organisatorischen Aspekte als zentral koordinierender Dienstleister. Im Jahr 2023 belief sich der städtische Zuschuss an die gGmbH für die Pädagogische Mittagsbetreuung an den Neu-Isenburger Grundschulen auf 2,3 Millionen Euro. Mit 1084 Plätzen in der Nachmittagsbetreuung, davon 216 in den zwei NIKi-Einrichtungen Buchenbusch und Zeppelinheim, nahm Neu-Isenburg die Spitzenrolle im Kreis Offenbach ein.
Im Zuge der Weiterentwicklung der Betreuungsangebote entschied die Stadt 2023, die Aufgaben vollständig in die Stadtverwaltung zu integrieren, um die Betreuung langfristig stabil aufzustellen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Erneut wurden alle 86 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NIKi gGmbH übernommen, die Zahl der städtischen Angestellten wuchs damit auf 629 Personen. Im Fachbereich Kinder (FB 51) wurde eine eigene Abteilung Schulkinder unter der Leitung von Alexander Richter (FB 51.2) geschaffen, Fachbereichsleiterin Kinder und Schulkindbetreuung ist Diana Flucke-Leber.
Für die Kinder und Familien blieb das Betreuungsangebot ohne Unterbrechung bestehen: Während die Trägerschaft wechselte, blieben die Gesichter und die Konzepte in den Einrichtungen dieselben.
Seit 2024 betreibt die Stadt Neu-Isenburg die pädagogischen Nachmittagsbetreuung vollständig selbst und investiert weiter in den Ausbau, etwa durch die Erweiterung der Schulkindbetreuung in Zeppelinheim, den Umzug der Schulkindbetreuung Albert-Schweizer-Schule sowie den zukünftigen Neubau für die Schulkindbetreuung Buchenbusch.
„Die Anforderungen an die Schulkindbetreuung verändern sich stetig. Deshalb entwickeln wir unsere Angebote kontinuierlich weiter und suchen gemeinsam mit den Schulen, Eltern und Trägern immer wieder nach neuen und tragfähigen Lösungen für Familien in Neu-Isenburg. Wir danken allen Beteiligten, die den Aufbau und die Entwicklung der NIKi gGmbH begleitet haben und insbesondere der letzten Geschäftsführerin Felicitas Schneider, die auch als Liquidatorin die Gesellschaft durch die Liquidationsphase geführt hat“, sagt Erster Stadtrat Stefan Schmitt.




