Neue Mitglieder sind gerne willkommen
Der Neu-Isenburger Verein „Wir wollen hier gesund weiter leben e.V.“ hat am 12. Februar 2026 einen neuen Vorstand gewählt. Der Vorsitzende Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein wurde im Amt bestätigt, stellvertretender Vorsitzender ist Erster Stadtrat Stefan Schmitt. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Rainer Litzenberger (Kassenwart), Sabine Arning (Schriftführerin). Beisitzer sind Rüdiger Dierks, Stefan Dingert, Michael Kaul und Volkmar Nick Timm.
Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2000 hat sich der Vereinszweck geändert und umfasst seit 2024 nicht nur den Schutz vor Fluglärm, sondern zusätzlich „den Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Bewohner durch Abwehr jedweder Flughafenerweiterung sowie die Verminderung der Belastungen durch Flug-, Schnellbahntrassen und Autobahnlärm sowie Schadstoffe, den Schutz des Eigentums vor unzumutbaren Lärmbeeinträchtigungen durch Fluglärm unter Einschluss des Mieterschutzes.“
In den Fokus rückt immer mehr der so genannte Segmented Approach. Dieses Anflugverfahren wird zwischen 22 und 24 Uhr geflogen und soll jetzt in den Regelbetrieb übergehen. Die Anfluglinie rückt bei der Landung vor allem näher an Gravenbruch heran. Dadurch wird es im Stadtteil wahrscheinlich spürbar lauter. Neu-Isenburg hat sich mit anderen betroffenen Kommunen (z.B. Obertshausen und Heusenstamm) zusammengeschlossen, um sich gegen das Verfahren zu wehren. Die Städte erwägen, gegen den Segmented Approach zu klagen - entschieden ist dies aber noch nicht.
Die Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr statt. Der Verein freut sich sehr über neue Mitglieder freuen. Kontakt: vereinstadt-neu-isenburgde .
Über den Verein:
Als im Oktober 1997 der damalige Lufthansa-Chef Jürgen Weber den Bau einer neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen forderte, läuteten in Neu-Isenburg die Alarmglocken. Ursprünglich gab es zwei mögliche Ausbau-Varianten: entweder eine neue Landebahn nördlich oder südlich des bestehenden Flughafengeländes. Die südliche Lösung, auf dem ehemaligen Gelände der US Air Base und heutiger Standort des Terminal 3, hätte weite Teile Neu-Isenburgs und Zeppelinheims extrem verlärmt, deswegen war der Aufschrei in der Hugenotten- und Waldenserstadt groß.
Unter diesem Eindruck wurde im Jahr 2000 der Verein „Wir wollen hier (gesund) weiter leben“ von Neu-Isenburger Bürgerinnen und Bürgern gegründet. Auch wenn im Jahr 2002 die Entscheidung für den Ausbau des Flughafens im Nordwesten des Geländes fiel, bestanden weiterhin große Befürchtungen, dass durch den zunehmenden Luftverkehr der Fluglärm über Neu-Isenburg die Grenze der Belastbarkeit übersteigt. Der Verein fungierte dabei auch zur finanziellen Absicherung von geplanten Privatklagen gegen den Flughafen.
Mittlerweile sind alle Klagen entschieden, eine Durchsetzung des Nachtflugverbots konnte unter Beteiligung der Stadt Neu-Isenburg erreicht werden. 2024 wurde die Satzung angepasst und der Zweck des Vereins erweitert.



