Neu-Isenburg gehört zu den bundesweit fünf Pilotkommunen für ein neues Modellprojekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO). Ziel ist es, die Gesundheitsförderung älterer Menschen eng mit dem Klimaschutz und der Klimaanpassung zu verknüpfen.
Mit einer Auftaktveranstaltung im Plenarsaal des Rathauses am 2. September 2026 ist Neu-Isenburg offiziell in das bundesweite Modellvorhaben „Gemeinsam für Pflege & Planetare Gesundheit“ gestartet. Das Projekt wird von der BAGSO in Kooperation mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. (KLUG) sowie dem Volkssolidarität Bundesverband e. V. umgesetzt und von der BARMER gefördert.
Neu-Isenburg setzte sich in einem bundesweiten Bewerbungsverfahren durch und gehört nun zu den fünf ausgewählten Modellkommunen. In den kommenden zwei Jahren werden in Neu-Isenburg zukunftsweisende Ansätze für eine klimaresiliente Gesundheitsförderung und Prävention älterer sowie pflegebedürftiger Menschen entwickelt und erprobt.
Starke lokale Vernetzung als Fundament
Die Stadtgesellschaft profitiert bereits von einem gut ausgebauten Netzwerk für Seniorinnen und Senioren – von städtischen Angeboten wie beispielsweise dem Betreuten Wohnen, einer Gruppe für dementiell erkrankte Personen, einem Sprachcafé sowie dem Engagement von Kirchengemeinden, Pflegediensten und privaten Initiativen. Auf diesem Fundament baut das Projekt auf: Die BAGSO bietet gemeinsam mit der Stadt ein praxisnahes Schulungs- und Beratungsangebot für alle lokalen Akteurinnen und Akteure an.
„Das Projekt bietet eine hervorragende Möglichkeit zur Stärkung der Gesundheitsförderung älterer Menschen in einer Zeit, in der demografische Entwicklungen, der Klimawandel und finanzielle Einschränkungen ein Umdenken erfordern“, betont Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein.
Klimawandel und Gesundheit zusammendenken
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Frage, wie Prävention angesichts des fortschreitenden Klimawandels zukunftsfähig gestaltet werden kann. Steigende Temperaturen und Hitzeperioden stellen insbesondere Seniorinnen und Senioren vor gesundheitliche Herausforderungen. Das Projekt verbindet deshalb gezielt kommunale Seniorenarbeit mit Klimaanpassung und ökologischer Nachhaltigkeit.
Auftakt und Ausblick
Zum Projektauftakt kamen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Pflege, Seniorenarbeit und dem Sozialwesen zusammen, um Bedarfe und Handlungsmöglichkeiten vor Ort zu ermitteln.
In den nächsten zwei Jahren werden für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren praxisnahe Qualifizierungs- und Beratungsangebote bereitgestellt. Begleitet von Fachleuten setzen sie konkrete Maßnahmen um. Die Schwerpunkte liegen dabei auf:
- Hitzeschutz
- Bewegungsförderung und Mobilität
- Förderung der mentalen Gesundheit
- Gesunder und nachhaltiger Ernährung
Die gewonnenen Erkenntnisse aus Neu-Isenburg sollen künftig auch anderen Kommunen als Vorbild dienen, um Prävention und Klimaanpassung erfolgreich zu verbinden.
Stadt Neu-Isenburg, Fachbereich Soziales, Erik Schmekel (Fachbereichsleitung), Telefon: 06102-241 504, E-Mail .



