Stadt Neu Isenburg

Bertha Pappenheim

Audioguide Museum

Herzliche willkommen beim Audioguide der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim.  

Basierend auf den zwölf Texttafeln der Dauerausstellung können Sie hier mehr über das Leben und Wirken von Bertha Pappenheim erfahren. Unabhängig davon, ob Sie die Ausstellung im Haus besuchen oder von einem anderen Ort aus zuhören. Freuen Sie sich auf die vielfältige Lebensgeschichte von Bertha Pappenheim.

Wir danken Dr. Heidi Fogel und Noemi Staszewski für die Erarbeitung der Texte und Herrn Prof. Dr. Dr. Rüdiger Marmulla für das Einsprechen der Texte.

  • Portrait von Bertha Pappenheim. Sie trägt ein Reiterkostüm mit Hut.
    Wien, 1859: Bertha Pappenheim wächst als »höhere Tochter« einer angesehenen jüdischen Familie auf – behütet, gebildet und fern vom Alltag.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Blick in ein Arbeitszimmer mit einem Sekretär an der Wand. Links ist ein großes Fenster, ein Stück Fenster steht offen. Rechts neben dem Schreibtisch ist ein Durchgang mit einer Schiebetür in ein weiteres Zimmer. Auf dem Sekretär liegen Unterlafen. Links auf dem Sekretär steht eine kleine Stehlampe. Auf einem Beistelltisch rechts neben dem Sekretär sind Bücherstapel. An der Wand hängen Bilder. Links im Bild ist eine Zimmerpflanze zu sehen, die auf einem Tisch steht. Ein Stuhl mit Armlehnen steht schräg vor dem Sekretär.
    Märchen, Theaterstücke, feministische Schriften und Übersetzungen: Bertha Pappenheims Werk kreist um die Stellung der jüdischen Frau und die Wahrung der Tradition.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Gruppenfoto von jungen Mädchen, die in drei Reihen hintereinander stehen. Die vorderste Reihe sitzt auf einer Bank. Alle Mädchen tragen die gleiche Kleidung: Ein hochgeschlossenes, helles Unterkleid mit einem farblich abgesetzten, ärmellosen Überkleid. Bertha Pappenheim steht rechts neben der Gruppe sie träft ein dunkles, hochgeschlossenes Kleid mit einer langen Kette.
    In Frankfurt wird Bertha Pappenheim zur engagierten Sozialarbeiterin und Feministin – als Heimmutter, Armenpflegerin und Mitgestalterin der städtischen Fürsorge.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Ausschnitt aus einem Buchdeckel mit dem Text: Sisyphus-Arbeit von Bertha Pappenheim
    Eine Reise nach Galizien öffnet Bertha Pappenheim die Augen: Nicht Moral, sondern Armut und fehlende Bildung treiben junge Jüdinnen in die Prostitution.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Bertha Pappenheim und Hannah Karminski schlendern durch einen Biergarten und unterhalten sich.
    1904 gründet Bertha Pappenheim den Jüdischen Frauenbund. Er wächst auf 50.000 Mitglieder und kämpft für Bildung, Erwerbsarbeit und Gleichberechtigung von Frauen.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Ein stilisierter Baum in der Mitte mit langen Ästen auf beiden Seiten und davon abgehende Blätter. An der Spitze zwei Blätter mit der Inschrift: Jüdischer Frauenbund, gegründet 1904 durch bertha Pappenheim. Auf den Ästen und Blättern stehen die einzelnen Aufgabengebiete. Für Alte und Kranke: Erholungsbeihilfen, Kinderheim in Wyk, Erholungsheime, Mittelstandsführsorge, Altenheime. Jugendführsorge und Jugendpflege: Erziehungsheim in Isenburg, Nachgehende Fürsorge, Adoptions- und Pflegestellen Zentrale, Gefährdetenfürsorge, Bahnhofshilfe, Mädchenclubs und -heime. Mutter und Kindschutz: Mütter-Beratung und -Hilfe, Säuglingspflege, Wöchnerinnen- und Säuglingsheim in Isenburg, Kinderheime und Horte. Charikative Arbeit in den jüdischen Gemeinden: Hauspflege, Lebensmittelverteilung, Speisungen, Krankenpflege, Letzte Liebesdienste an Toten, Kleiderkammern. Mitarbeit in den jüdischen Gemeinden: Gemeindewahlrecht, Mitarbeit in den sozialen Spitzenverbänden, Mitarbeit in der Reichsvertretung der deutschen Juden, Bestrebungen zur Verbesserung der Rechtsstellung der jüdischen Frau. Die Frau im Beruf: Arbeitsvermittlung, Haushaltungsschulen, Praktische Ausbildung in Heimen und Haushaltungen, Gruppen für berufstätige Frauen, Hausfrauengruppen, Hauspflege, Kochbuch der jüdischen Frau. Erziehungsarbeit: Pflege des Familienlebens, Mütterschulung, Mitarbeit am jüdischen Schulwerk, Führung von Kinderheimen. Geistig kulturelle Arbeit: Teilnahme an der Frauenbewegung, Jüdische Bildungsarbeit in Arbeitsgemeinschaften und Kursen, Einwirkung auf die Haltung der Frau, Schriften zur Einführung in die jüdische Geisteswelt, Monatsschrift Blätter des Jüdischen Frauenbudes, Kampf gegen Unsittlichkeit, Herausgabe eines Jahreskalenders.
    Mädchenclubs, Bahnhofshilfe, Wohnheime und Schulen: Der Jüdische Frauenbund baut ein dichtes Netz an Hilfsangeboten auf – in Deutschland und in Osteuropa.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Auf dem Bild sind drei junge Frauen bei der Feldarbeit zu sehen. Sie hocken und stehen dicht beisammen um einen Anbindestock auf einem Feld. Eine bindet grade eine Pflanze an, eine andere hat einen weiteren Stock in der Hand. Die Dritte harkt daneben den Boden.
    Ab 1933 wird die Arbeit des Jüdischen Frauenbundes Schritt für Schritt verboten. Nach dem Novemberpogrom 1938 erzwingt das NS-Regime seine Auflösung.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Frontalansicht von der Straße aus auf das Haus 1. Teile des Hauses sind in Fachwerk gehalten. Die unteren Fenster sind alle vergittert. Das Haus hat eine hohe, geziegelte Mauer als Abgrenzung zur Straße. Im rechten Teil ist ein offenes Tor zu sehen. Im Tor steht eine voll bepackte Frau. Neben ihr steht ein Mann mit Schirmmütze und Uniform mit Umhängetasche. Er ist der Frau zugewandt. Auf der Straße vor dem Eingang steht ein Fahrrad an dem Päckchen hängen.
    Gegen viele Widerstände eröffnet Bertha Pappenheim 1907 in Neu-Isenburg ein Heim für ledige jüdische Mütter, ihre Kinder und schutzbedürftige Mädchen.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Zwei junge Frauen sind dabei zu sehen, wie sie den Abwasch machen. Die eine hält ein Messer in der Hand, welches sie mit einem Handtuch abtrocknet. Die andere wäscht etwas in einer Schüssel. Die jungen Frauen haben Schürzen an und stehen vor einer großen Fensterfront.
    »Schutz den Schutzbedürftigen und Erziehung den Erziehungsbedürftigen«: Das Heim soll Familie statt Anstalt sein – eine für ihre Zeit revolutionäre Idee.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Blick in einen Hinterhof entlang eines gepflasterten Weges. Auf dem Weg stehen drei Mädchen die einem vierten Mädchen beim zusammenkehren von Laub an einer Mauer zuschauen.
    Strenge Regeln und liebevolle Zuwendung prägen den Alltag im Heim. Höhepunkt der Woche ist die gemeinsame Schabbat-Feier am Freitagabend.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Aus einem Haus werden vier: Im Ersten Weltkrieg wächst das Heim rasch, in der Weimarer Republik wird es ausgebaut – bis die Weltwirtschaftskrise es bedroht.
    Aktionen auf dieser Seite:
  • Ab 1933 wird das Heim ausgegrenzt und entrechtet. 1938 brennt Haus I, 1942 wird das Heim aufgelöst – die Bewohnerinnen werden deportiert und ermordet.
    Aktionen auf dieser Seite:

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise